... sehr gut, mal ein Thread, wo sich was rührt und auch der TE intensiv mitmacht.
Ja, grundsätzlich hat ja @phanta-rhei Recht, wenn er aktive Fernreiseerfahrungen verlangt. ABER wie in vielen Dingen: Man kann nicht alle Erfahrungen erst selbst machen, sondern man muss sich auch ohne eigene zurecht finden, indem man die Dinge vorausdenkt. Schon in anderen Threads: Der erste Marsflug wird definitiv von Leuten gemacht, die bisher keinerlei Erfahrung auf dem Mars haben und die A380 ist zu 100% von Konstrukteuren entwickelt worden, die sie nie selbst geflogen sind und wahrscheinlich nur ein Bruchteil irgendeinen Sportflugschein hat. Alles völlig verantwortungslos.
Shimano ist der Weltstandard und damit kann man überall hinfahren. Shimano hat seine Fabriken in Japan, Malaysia, China, Phillipinen, Kambodscha, Tschechien, USA, ..... Dazu kupfern alle in der Welt (gerade in China) die Shimano-Standards ab. Z.B. der wichtige Freilauf bis zu 10-fach oder die Kassettenschlüssel oder ..., so dass man vor Ort ein zerschossenes Kassette, Schaltwerk, ... auch durch einen lokalen Clone (Zoom) ersetzen kann. Das sieht mit Magura und Rohloff schon etwas anders aus, aber eine defekte Magura schmeißt man halt weg, sucht nicht die x-te Spezialschraube und montiert eine lokal erhältliche dran (Shimano?). Und bei der Rohloff spekuliert man nicht zu unrecht darauf, dass sie nicht kaputt geht. Wichtig ist, dass man jede Schraube an seinem Bock beherrscht, dann kommt man immer weiter.
Konkrete Übung für Scheibenbremsneulinge: Bremse komplett in einem Teil vom Rad nehmen - gleich vom fabrikneuen Rad noch ohne Verschmutzung. D.h. Zange, Leitung und Griff bleiben ein Stück. Wenn das schon nicht geht - z.B. wegen Verlegung im Rahmen - dann gleich öffnen, die Bremsflüssigkeit leerlaufen lassen. Ansonsten jetzt von der abgenommenen Bremse Zange, Leitung und Griff von einander lösen und komplett leer laufen lassen (da sind nur 5 - 10ccm drinnen) und sich den ganzen Kram mal anschauen. Die Grifffunktion mit den Einstellschräubchen verstehen. Dann nach Anleitung befüllen (ja, ich bin bekennender Fan von originalen Betriebsanleitungen), entlüften, mobilisieren und am Schluss auf jeden Fall als ein Teil am Rad montieren (also nicht mehr irgendwo so elegant durchgeflochten, dass man das Teil nicht komplett abnehmen kann). Damit ist das Thema hydraulische Scheibenbremse erledigt. Beim ersten Mal wird man etwas Sauerei mit dem Shimano-Öl machen, aber das ist wurscht. Nach kurzer Zeit hat man es geschnallt und dann funktioniert das.
Ich fahre übrigens per Fahrrad nicht in diese aus unserer Sicht fernen Länder der Welt, da beruflich bedingt (ohne Fahrrad) Überdosis geholt und das genügt für den Rest des Lebens, aber das muss ja nicht dein Problem sein.