Sagt mal, konzentriert ihr euch nicht vielleicht zu sehr auf den Ernährungs-/Stoffwechselaspekt? Ein Knorpelschaden in einem stark belasteten Gelenk wie dem Knie ist doch IMHO in erster Linie eine Verschleißerscheinung durch eine wie auch immer hervorgerufene Fehl- oder Überbelastung?
Eben das ist strittig. Für mich kann ich nur sagen, dass ich, einen Großteil meines Lebens eher untergewichtig, nicht wüsste, wo ich übermäßigen Verschleiß ausgelöst haben sollte.
Sicher spielen genetische Faktoren auch eine große Rolle. Aber was die Ernährung betrifft denke ich eine Vollwerternährung ist ausreichend. Also möglichst wenig industriell verarbeitete Lebensmittel, wenig rotes Fleisch und wenig Zucker. Glaube nicht, daß sonst irgendwelche zusätzlichen Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind.
Ganz generell finde ich es erschreckend, wie wenig Fakten in der Orthopädie allgemein und im speziellen zum Thema Arthrose gesichert sind. Ich selbst habe eine Arthrose in Großzehengrundgelenk. Vor einigen Jahren war es so schlimm, daß ich keine 500m ohne starke Schmerzen laufen konnte und ich befürchte, daß der daraus resultierende Schongang langfristig zu frühzeitigem Verschleiß des Kniegelenks führt. Ich kenne jemanden, bei dem u.a. ein solcher Schon-/Fehlgang zu so schwerer Kniearthrose geführt hat, daß er heute gar keine längeren Strecken mehr zu Fuß bewältigen und auch nicht mehr reiten oder radfahren kann. Deshalb wäre ich bereit alles zu tun, um dies zu verhindern, aber ich weiß schlichtweg nicht was ich dagegen unternehmen kann. Ich war deswegen bei mehreren Orthopäden, bin einmal sogar extra in eine Sportklinik gefahren um mich zu erkundigen, wie ich dem frühzeitig entgegenwirken kann. Die Termine haben absolut nichts gebracht. Mein persönlicher Eindruck: Orthopäden interessieren sich i.d. Regel nur für Fälle, in denen bereits operiert werden muß oder durch die sie irgendwelche teuren Medizingeräte auslasten können.