Der konkrete Fall ist sicher nicht mehr nachvollziehbar, darum hatte ich ja auf die allgemeinen Fakten verwiesen, die ich gerne noch ergänzen kann:

Ein Leuchtmittel (auch LED) wird bereits dauerhaft geschädigt, wenn es nur kurzzeitig ausserhalb der Spezifikation betrieben wird. Wie das im Falle einer bestimmten Fahrrad-Scheinwerfer-LED genau aussieht, mögen aufwendige Prüfverfahren der interessierten Experten klären.

Die Lebensdauer von Leuchtmitteln wird in Stunden angegeben, die aber nicht für jedes einzelne Leuchtmittel gilt, sondern einen Durchschnittswert darstellt. Beispiel aus der Erinnerung: Glühlampe mit 1000 Brennstunden Lebensdauer heisst laut Norm: Nach 1000 Brennstunden funktionieren 50 % der Glühlampen noch. Ein Lichtstromverlust tritt dabei allmählich und viel früher ein (bei Allgebrauchsglühlampen ohne Halogen ab dem 1. Tag).
Bei Leuchtstofflampen wird die Lebensdauer ebenfalls am Lichtstromverlust gemessen, da ein Weiterbetrieb bis zum Totalausfall sinnlos bis gefährlich wäre. Die besseren Vorschaltgeräte schalten vor dem Totalausfall ab.
Bei LED bleibt derzeit noch viel Raum für Spekulationen, Vermutungen, Wenn und Aber - weil die Serienstreuung immens ist, die Erneuerungsrate und Typenvielfalt riesig und Werbebotschaften die Köpfe eher erreicht haben, als Tatsachen. Man geht aber nicht fehl, wenn man LED keine Wundereigenschaften unterstellt.

Übrigens habe ich Hochleistungs-LED keine 50.000 Brennstunden unterstellt, sondern ein Fachmagazin mit meinen Worten zitiert, nachdem man in der Lichtplanung realistisch mit ca. 20.000 Brennstunden rechnen soll. Bei optimalen Bedingungen und sauberer Installation.

Praktisch kann ich noch die Erfahrung anfügen, dass meine weisse 0,1 W-Standlicht-LED im Toplight oval plus-Scheinwerfer nach zwei oder drei Jahren schwarz und defekt war. LEDs halten eben nicht ewig. Gut, wenn es bei Inoled und SON einen Austauschservice gibt.