Für die im Sommer anstehende USA-Reise will ich mir nach Ankunft in Seattle ein Zelt kaufen, wie ich es auch schon zu Beginn meiner 2011-Reise in Vancouver getan habe. Damals habe ich mir ein MSR Hubba Hubba gekauft (und nach der Reise zum etwa gleichen Preis hier in D wieder verkauft); jetzt steht das Nachfolgemodell Hubba Hubba NX auf der Liste der in Frage kommenden 2-Mann-Zelte. Das NX ist mit nur 1723 g deutlich leichter als das alte Hubba Hubba, und das als Folge der erheblich dünneren und leichteren Zeltgewebe. Wie mir bei anderen dem Hubba Hubba NX vergleichbaren Zelten aufgefallen ist, werden immer dünnere Gewebe verwendet. Im Trend sind 20 und sogar 15 denier-Gewebe für Außenzelte, etwas stärkere für die Böden. Auch Hilleberg verwendet jetzt mit dem Kerlon 1000 ein 20 d Gewebe für bestimmte Zelte.
Als noch leichtere Alternative zum Hubba Hubba NX hatte ich mir schon das Big Agnes Copper Spur UL2 ausgesucht; mit 1415g noch deutlich leichter als das MSR NX, dazu auch geräumiger. Zweifel kamen mir jedoch, als ich letzte Woche bei einem Treffen mit einem niederländischen Freund, der nächste Woche zu einer dreimonatigen Radreise im Südwesten der USA nach San Diego fliegt, sein leichtes Big Agnes in Augenschein nehmen konnte. Das 15denier Gewebe ist ja fast durchsichtig und dünner als ein Blatt 80g-Papier.
Was soll man von dieser Entwicklung halten? Was die Haltbarkeit angeht, kommen mir da doch einige Zweifel. Hat jemand schon Erfahrungen mit Zelten aus solch dünnem Gewebe? Ich halte jetzt Ausschau nach einem nicht ganz so leichten Zelt mit 40- bzw. 45denier Gewebe, auch wenn es ein paar 100 g schwerer ist.