Im Moment schraube ich an einem Damerad von MIFA , so ungefähr aus den achtzigern.
MIFA Sangerhausen war in der DDR einer der beiden (ich glaube es gab nur die beiden) Fahrradhersteller.
In den achtzigern kamen neue Modelle in die Geschäfte, die etwas aufwändiger lackiert waren und ungefähr das doppelte kosteten, wie bis dahin üblich (500.-M PLUS, wenn ich mich recht erinnere - ein Heidegeld)
Die Rahmen und die verwendete Technik entsprachen dem Üblichen. Dh dem, was seit Jahrzehnten unverändert üblich war.

Aber zurück zum Rad im Keller. Ich selber bin ja auch noch Jahre nach der Vereinigung ein DIAMANT aus Karl-Chemnitz-Stadt gefahren. Mein Rad muss vermutlich Anfang der siebziger gebaut worden sein. Ich hatte es schon gebraucht gekauft.
Aber das MIFA - Teil aus den achtzigern, welches im übrigen kaum gefahren wurde, ist einfach irgend wie extrem schrottig. Habe alles auseinander gerissen, geeinigt, gefettet, zusammengebaut. Aber irgendwie "läuft" es nicht. Obwohl die Technik sich eigentlich nicht so gravierend von der meines DIAMANT-Rennrades unterscheidet.

Alles an diesem Rad ist schwer und schwergängig.
Haben die bei MIFA schon immer die schlechteren Räder hergestellt? Oder wurde die Qualität zum Ende der DDR hin immer schlechter? Oder hab ich da grad ein Montagrad unter den Fingern?