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#602710 - 16.03.10 13:45 Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel
Thies H.
Mitglied
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Beiträge: 654
Hallo!

Gibts hier Leute, die Nokon fahren?

Erste Frage: Lohnt sich die Investition? Ich fahre Rennlenker, Lenkerendschalthabel und kurze V-Brakes. Beim Bremsen verspreche ich mir einen besseren Druckpunkt, beim Schalten mehr Präzision für die (zugegeben nicht ganz günstige) Investition.

Zweite Frage: Wie lässt sich die Schaltzugführung von den Lenkerendschalthebeln zum Rahmenm am besten realisieren?
Wenns direkt geführt wird, könnte das doch etwas "flötig" werden? Wenns unter Putz verlegt wird, könnte ich mir vorstellen, dass die Vorteile von Nokon wieder flöten gehen durch die doch vorhandene Reibung in den Biegungen? Oder doch normale Züge und nur hintem Am Schaltwerk Nokon? Fragen über Fragen..

so sieht das ganze jetzt aus:



Danke für eure Erfahrungen und Eisnchätzungen!
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#602720 - 16.03.10 14:35 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Thies H.]
Andreas R
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 8233
Hallo,

ich habe Nokon am Liegerad für die hintere Schaltung eingebaut, weil der Zug sehr lang ist und ziemliche Bögen macht.

Letztlich hat es nicht den erhofften Erfolg gebracht. Ich werde wieder gewöhnliche Züge montieren.

Für die Bremsen kannst Du "lineare Bremszüge" aus dem BMX-Bereich nehmen. Die sind so aufgebaut wie Schaltzüge, halten aber die starke Kraft der Bremshebel aus. Sie stauchen praktisch nicht zusammen. Habe ich am aufrechten Reiserad. Wie groß der Effekt ist, kann ich allerdings nicht genau sagen, weil ich zugleich Brakebooster angebaut habe.

Ergänzung: Für den hinteren Umwerfer kannst Du eine Umlenkrolle (z.B. von Rose) nehmen, dadurch umgehst Du den 180-Grad-Bogen des Schaltzugs. Soll viel bringen. Werde ich am Liegerad so machen. Siehe auch hier: Re: PeterXTR bald Peter Dura-Ace? (Dies & Das)



Gruß
Andreas
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Geändert von Andreas R (16.03.10 14:39)
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#602721 - 16.03.10 14:53 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Thies H.]
hans-albert
Mitglied
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Beiträge: 2511
Erfahrungen mit Nokon habe ich durchweg positive, aber nicht im Zusammenhang mit Lenkerendschalthebeln (habe ausschließlich "Trigger") und auch nicht mit Bremsen (nur hydraulisch). Nokon verlege ich (wenn immer möglich) durchgehend geschlossen, an den festen Strecken parallel zum Rahmen gerne in Alu-Röhrchen aus dem Baumarkt.

Grüße
hans-albert
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#602722 - 16.03.10 14:53 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Andreas R]
rollido
Mitglied
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Beiträge: 385
Nokon ist "schick" am RR, bringt aber dort auch keinen messbaren Vorteil durch die integrierten Bremschalthebel. Die Vorschlag aus dem BMX-Bereich ist nachvollziehbar. Nur wenn der Radius, baubedingt, sehr klein ist, dann ist Nokon sinnvoll. Beim Crosser verwende ich sie am Zusatzbremshebel fürs Vorderrad am Lenker für die Cantis, da hier ein Winkel von 90Grad mit sehr kurzer Zugführung notwendig ist.
Der Umweg ist das Ziel und alle Berge im Durchschnitt flach !
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#602745 - 16.03.10 16:46 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Thies H.]
superaxel
Mitglied
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Beiträge: 1923
Unterwegs in Tonga

Ich hab selber Nokons an den Daumenschaltern meines Alltags-MTBs und war nach dem Einbau vom dem frappierenden Unterschied in Schaltkomfort und Präzision überrascht. Das ist einfach enorm, die Züge laufen DEUTLICH leichter, VIEL weniger Reibung gegenüber den originalen, gut gepflegten Shimano-Zügen.

Ich würde auf jeden Fall auch bei Rennlenker und Lenkerendschaltern Nokonzüge verarbeiten, ABER nicht am Lenker entlang legen, da diese Bögen viel Reibung aufgebaut werden wird. Stattdessen die Züge nach wenigen Zentimetern vom Lenker weg zum Rahmen verlegen, auch wenn eine höhere Gefahr des "Einfädelns" besteht. Wird auch immer noch oft gemacht bei Lenkern ohne Sicke zur Zugführung.

Axel
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#602787 - 16.03.10 19:12 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: superaxel]
Thies H.
Mitglied
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Beiträge: 654
Danke für eure Antworten!

Eine Frage an die Nokon-Besitzer, z.B. Axel würd emich dennoch brenned interessieren. Wie steif oder labberig wird das ganze bei längeren Zügen, wie z.b. bei mir Lenkerend-Rahmen? Diese Stücke sind derzeit ca 60cm lang (siehe Photo).

Danke auch für den Hinweis mit der Umlenkrolle am Schaltwerk. Da das ein zusätzliches Teiul ist, bin ich da etwas skeptsich und frage mich, ob mit Nokon nicht einfacher und technisch ausgereifter gleiche Erfolge zu erzielen sind, oder haltet ihr die Umlenkrolle für technisch überlegen? (Weiß jmd, was die Dinger etwa wiegen? zwinker )
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#602792 - 16.03.10 19:21 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Thies H.]
Jumper79
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Beiträge: 891
Hallo Thies,
In Antwort auf: Thies H.
Wie steif oder labberig wird das ganze bei längeren Zügen, wie z.b. bei mir Lenkerend-Rahmen? Diese Stücke sind derzeit ca 60cm lang (siehe Photo)

ich habe Nokon-Bremszüge durchgehend verlegt. Auf längeren Wegen (z.B. unter dem Oberrohr) sind sie schon ein wenig labberig und daher optisch nicht so schön wie übliche Außenhüllen. Gemessen an der Funktion finde ich das aber nicht so schlimm.
Gruß
Sebastian
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#602793 - 16.03.10 19:23 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: superaxel]
schorsch-adel
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Beiträge: 3987
Axel, mich würde als ebenfalls gelegentlich mit Nokons Liebäugelnder interessieren, mit welchen Zügen Du vergleichst: mit den herkömmlichen spiraligen oder mit längsgeäderten ?

Bei den Schaltzügen leuchtet mir der Aufwand ein, aber ist er bei Bremsen nicht overkill ?
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#602797 - 16.03.10 19:27 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Thies H.]
superaxel
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Beiträge: 1923
Unterwegs in Tonga

Die Rolle benutz ich auch! Zusammen mit Nokons. Wirklich labberig werden die Züge nicht durch einen tieferen Ansatz. Wenn Du statt der Rahmenschalthebel Zuganschläge verwendest ist der Unterschied auch nur ein paar Zentimeter.

Axel
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#602801 - 16.03.10 19:30 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: schorsch-adel]
superaxel
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Beiträge: 1923
Unterwegs in Tonga

Bremsen betreibe ich nur noch hydraulisch grins

Aber gerade bei den Bremsen merkt man den festeren Druckpunkt! Alternativ kann ich da sonst nur die Gore Ride On Züge empfehlen, die ebenfalls extrem steif sind.

Bremsen mit längs aufgebauten Aussenhüllen hab ich noch nicht gefahren, stelle mir die aber sehr starr, gerade im Lenkerbereich vor, und erwarte somit einen vorzeitigen Verschleiss. Einen Zugewinn im Bremspunkt würde ich technisch auf jeden Fall erwarten.

Axel
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#602819 - 16.03.10 19:56 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Thies H.]
slowbeat
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Beiträge: 3909
ich hab das rad ja auch nokonifiziert und fahre eine ähnliche kombination wie du.

bei den bremsen bringts auf jeden fall nen deutlichen unterschied, bei der schaltung (ich fahr die schalter nicht am lenkerende sondern an den bremshebeln) hab ich keinen unterschied spüren können.
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#602820 - 16.03.10 19:58 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: slowbeat]
Thies H.
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Beiträge: 654
danke! was für bremsen hast du?
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#602855 - 16.03.10 21:56 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Thies H.]
Freundlich
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Beiträge: 1292
Zu Nokon findest Du mit der Suchfunktion meine Erfahrungen und Montagetips, z.B. in diesem Kapitel. Zusatzbemerkung für Lenkerendschalthebel: Nokon-Züge sind deutlich flexibler. Bei Deiner Zugverlegung mit langen, freien Bögen könnte Nokon durchhängen.
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#602860 - 16.03.10 22:02 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Freundlich]
Thies H.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 654
Danke. Ich habe mal einen Blick in deine Ausführungen geworfen...

Mir grast es ja ein wenig vor dem Aufbohren etc. Ist dies unbedingt notwendig? Warum darf der Schaltzug/Bremszug auf dem Oberrohr nicht einfach so sein dasein fristen und nur die Stücke mit Außenhülle mit Innenliner versehen sein?

Zweite Frage: Sind die Konkav/Konvex-Dinger für Brems/Schaltm auch die Endstücke absolut identsich? Könnte ich mir z.B. ein Bremszug-Set kaufen und da einen kurzes Stück für das hintere Stück am Schaltwerk abzwacken?
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#602865 - 16.03.10 22:08 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: superaxel]
Andreas R
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 8233
Hallo Axel,

In Antwort auf: superaxel
Bremsen mit längs aufgebauten Aussenhüllen hab ich noch nicht gefahren, stelle mir die aber sehr starr, gerade im Lenkerbereich vor, und erwarte somit einen vorzeitigen Verschleiss.


Gedacht sind die für starke Beweglichkeit, nämlich dafür, den Lenker um 360 Grad zu drehen, wie es bei BMX gemacht wird. (Völlige Bewegungsfreiheit für den Lenker erreicht man mit so genannten Rotoren, die aber teurer als lineare Bremskabel).

Gruß
Andreas
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#602877 - 16.03.10 22:39 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Andreas R]
superaxel
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Unterwegs in Tonga

Rotoren machen das Bremsverhalten zudem echt mies. Klappt auch nur halbwegs mit Cantilever oder U-Brakes.

Axel
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#602916 - 17.03.10 04:59 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Thies H.]
slowbeat
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Beiträge: 3909
avid sd7 an cane creek v-drop-hebeln (baugleich mit den v-bremshebeln von tektro).
ankert so ganz prima.
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#602935 - 17.03.10 08:11 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Thies H.]
Freundlich
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Beiträge: 1292
In Antwort auf: Thies H.
Mir graust es ja ein wenig vor dem Aufbohren etc. Ist dies unbedingt notwendig? Warum darf der Schaltzug/Bremszug auf dem Oberrohr nicht einfach so sein dasein fristen und nur die Stücke mit Außenhülle mit Innenliner versehen sein?
Zweite Frage: Sind die Konkav/Konvex-Dinger für Brems/Schaltm auch die Endstücke absolut identisch? Könnte ich mir z.B. ein Bremszug-Set kaufen und da einen kurzes Stück für das hintere Stück am Schaltwerk abzwacken?


1. Aufbohren Zuganschläge:
Ja, alle Zuganschläge, durch die Nokon-Liner führt, müssen einen Mindestdurchmesser von 2,7 mm haben. Wer darauf verzichtet, darf sich dann nicht über klemmende, schwergängige oder "auch nicht besser funktionierende" Züge beschweren. Der Grund ist simpel: Die Züge laufen ohne Toleranz im Kunststoff-Liner. Wird dieser nur um 0,1 mm eingedrückt, klemmt der Zug. Zuganschläge haben meist 2,5 mm Bohrungsdurchmesser +/- Toleranz und Oberflächenbeschichtung. Das Aufbohren ist ebenso simpel: Kaufe einen neuen Bohrer 2,7 mm (falls er nicht mitgeliefert wird - wie früher üblich). Drehe diese Bohrer per Hand. Für Werkzeuge (Bohrmaschine oder Werkzeughalter) ist sowieso kein Platz. Nach wenigen Umdrehungen sind die störenden 0,1 mm bis 0,2 mm abgetragen. Der Gebrauch einer Rund-Schlüsselfeile kann auch helfen.
Dieser Zusammenhang wird leider auf der Nokon-Internetseite und in der Montageanleitung noch immer nicht klar dargestellt und sogar verharmlost. Aufbohren sei nur bei wenigen Rennrädern u.s.w. nötig. Das ist falsch. Es soll wohl den Montageaufwand verharmlosen. Im Ergebnis hat man dann frustrierte Nokon-Besitzer.

2. Offene Nokon-Verlegung:
Dürfen darfst Du alles. Sinnvoll ist es nicht. Ein Vorteil von Nokon ist gerade die durchgehende schmutzgeschützte Zugverlegung. Anderenfalls kannst Du bei Standardzügen bleiben, eventuell mit gedichteten Endkappen o.ä. Zusatzdichtungen. Schlimmer noch: Weil Nokon zwischen Zug und Liner nur geringen Spalt hat, würden sich Verschmutzungen im Liner deutlicher bemerkbar machen, als in Standardzughüllen.

3. Nokon-Teiletausch:
Nein, nicht ganz identisch: Perlen sind identisch, aber der Liner hat entweder 1,2 mm oder 1,5 mm Innendurchmesser (Schalt- bzw. Bremszug). Der Erfinder legte Wert darauf, möglichst wenig Toleranz zwischen Zugseil und Führungsrohr (genannt Liner) zu lassen, damit das Zugseil nicht seitlich ausweichen kann. Exakte Führung = wenig Schaltkraft.
Du kannst Dir aber Liner einzeln als Meterware kaufen. Die Perlen werden nach Bedarf montiert. Vorgefertigte Sets sind ein Marketingwunsch des Fachhandels, aber in der Montagepraxis meistens unbrauchbar.
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#602941 - 17.03.10 08:36 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Freundlich]
baschdl
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Beiträge: 243
In Antwort auf: Freundlich



2. Offene Nokon-Verlegung:
Dürfen darfst Du alles. Sinnvoll ist es nicht. Ein Vorteil von Nokon ist gerade die durchgehende schmutzgeschützte Zugverlegung. Anderenfalls kannst Du bei Standardzügen bleiben, eventuell mit gedichteten Endkappen o.ä. Zusatzdichtungen. Schlimmer noch: Weil Nokon zwischen Zug und Liner nur geringen Spalt hat, würden sich Verschmutzungen im Liner deutlicher bemerkbar machen, als in Standardzughüllen.



Wenn ich das richtig verstanden habe, wollte er den Liner durchgängig verlegen und nur die Perlen zwischen den Anschlägen weglassen. Wenn sich der Zug im Liner bewegt sollte das doch möglich sein, oder?

gruß
Baschdl

P.S.: Nee, er hat tatsächlich nach getrenntem Liner gefragt. Mein Fehler!

Geändert von baschdl (17.03.10 08:38)
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#602943 - 17.03.10 08:45 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: baschdl]
Freundlich
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Beiträge: 1292
Zwischen den festen Anschlägen werden sowieso keine Perlen verlegt. Dort liegt immer nur der Liner, verbunden mit den sogenannten Muffen zum Nachölen.
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#602953 - 17.03.10 09:19 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: baschdl]
svenTsmiegel
Mitglied
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Beiträge: 205
Bei einer durchgehenden Verlegung mit der Aussparung der Anschlagpunkte wäre das vor allem ein recht teurer Spaß (da müsste man wahrscheinlich zwei Sets und noch die Verlängerung dafür kaufen) entsetzt

Ich fahr an meinem großen Bock (mit Rapidfire-Shiftern) und meinem Storck RR (Dura Ace STI) die Nokons.
Ich kann mir gut vorstellen, dass bei Lenkerendschaltern (solltest Du Dich entscheiden, die Nokons nach ein paar Zentimetern vom lenker abgehen zu lassen) wahrscheinlich recht schlabberig wird. Ich denke vor allem, wenn Du am Steuerrohr nicht noch extra Zuganschläge hast, die die Nokons gleich wieder einfangen und zu den eigentlichen Anschlagpunkten am Unterrohr leiten.
Sinn ist ja die enge Zugverlegung bei den Nokons, dadurch haben die ja nicht diese "Eigenspannung" wie normale Züge.

--> Generell finde ich die Nokons inzwischen prima. Habe zwar auch zuerst vor den Kosten zurückgeschreckt, aber vor allem an meinem Reisebock hat sichs bewährt (am RR auch, aber aus anderen Gründen): Durch den durchgehenden Liner ist das System ja auf ganzer Länge gedichtet, also hab ich nicht ständig Dreck auf den Zügen am Unterrohr. Gefällt mir sehr gut und das Schalten ist absolut präzise, verzögerungsfrei und sauber. Ich fahre die am Bock auch nur an der Schaltung, da ich hydraulisch Bremse.

Gruß, Sven
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#602957 - 17.03.10 09:24 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: svenTsmiegel]
Jumper79
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abwesend abwesend
Beiträge: 891
In Antwort auf: svenTsmiegel
Bei einer durchgehenden Verlegung mit der Aussparung der Anschlagpunkte wäre das vor allem ein recht teurer Spaß (da müsste man wahrscheinlich zwei Sets und noch die Verlängerung dafür kaufen) entsetzt

Das kann ich allerdings bestätigen. Mein Aufbau: Cane Creek Hebel und Avid BB7 Scheibenbremsen, dementsprechend sehr lange Züge, dazu durchgehend verlegt. Obwohl ich vorsichtshalber zum Bremszugsatz selbst zwei zusätzliche Verlängerungssets mitbestellt hatte, mußte ich dennoch auf übriggebliebene Segmente aus einem anderen Projekt zurückgreifen. Billig ist was anderes, dafür funzt die Bremse aber auch 1A. Ich würds wieder machen.
Gruß
Sebastian
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#602979 - 17.03.10 10:40 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Freundlich]
Thies H.
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Beiträge: 654
@Freundlich (und die anderen):

nochmal Danke für die Hinweise. Du würdest also sagen: Entweder komplett Liner oder garkein Nokon. Gerade die Sache mit dem Schmutz und der geringen Toleranz leuchtet mir ein.

Eine Frage noch zu den "Sets": Wenn ich das richtig sehe, enthalten diese Sets neben div. Perlen und Liner und Zügen auch noch anderes zeug, z.B. Schutzaußenhüllen und Rohrstücke aus geflochtenem Draht für die Biegungen am Lenker. Sehe ich das richtig? Radplan Delta bietet Nokon einfach als Sets a 40cm an, ich frage mich jedoch, ob dieser andere Krempel da mitgeliefert wird und wichtig ist.
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#602984 - 17.03.10 11:00 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Thies H.]
Freundlich
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Bei Nokon.de kannst Du Dir die Montageanleitungen herunterladen und lesen, welche Teile in den Basis-Sets enthalten sind. Bei einem Händler kannst Du außerdem Einzelteile zusätzlich bestellen, z.B. hier. Was letztlich in welcher Menge an Deinem Rad benötigt wird, lässt sich aus der Ferne nicht erkennen.
Schutzschläuche verhindern Schäden am Rahmen, falls Nokon-Perlen am Rahmen scheuern. Da der gelieferte PE-Schlauch schlecht montierbar ist, habe ich mir Modellbau-Silikon-Kraftstoffschlauch (Graupner) passenden Durchmessers besorgt (flexibler, weicher, leichter montierbar).

Geändert von Freundlich (17.03.10 11:03)
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#602993 - 17.03.10 11:36 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Freundlich]
Thies H.
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Danke. Sehe ich das richtig, dass außr den "Wendeln" alles aus Perlen und Liner besteht?
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#602995 - 17.03.10 11:37 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Freundlich]
borstolone
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Hallo Thies,
ich habe mir die Umlenkrollen von Avid Rollamajig bestellt. Das klingt für mich weniger verbastelt, birgt weniger Risiken und ist billiger. Die Verminderung von Reibung wird allemal erreicht. Ich habe sie hier: www.nubuk-bikes.de
bestellt.


Grüsse, Jakob
_________________________________
Der Müllmann ist da. Sag ihm, wir brauchen nichts!
(Groucho Marx)
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#602996 - 17.03.10 11:39 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: borstolone]
Thies H.
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Beiträge: 654
Danke für den Hinweis. Die geben sogar hier das Gewicht mit 13g an. Das dürfte man durch das Stück Außenhülle, das man spart, wieder reinbekommen.
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#603002 - 17.03.10 11:56 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Thies H.]
Freundlich
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Beiträge: 1292
Im Prinzip ja. Immer nötig sind:
Liner 1,2 bzw. 1,5 mm (Schalt-/Bremszug)
Perlen, die in verschiedenen Längen beiliegen. Kürzere nimmt man bevorzugt für enge Bögen. Ganz kurze als Übergangsstück zum Endstück.
Endstücke (lange Perlen mit einseitig gerader Fläche).
Die Edelstahlzüge (zur Montage der Perlen in den Liner vorher einführen = Knickschutz).
Meistens sind nötig:
Verbindungsmuffen (kleine Schläuche), die Liner-Stücke verbinden und im Zwischenraum das Ölen ermöglichen sollen. Durchgehenden Liner gibts im Set nicht, nur als Meterware. Für durchgehenden Nokon-Liner fehlen dann aber Nokon-Messing-Zugöler, die es leider nicht in den lustlosen Vertrieb von Carl Stahl geschafft haben.
Schutzschläuche an den Kontaktstellen zum Rahmen. Je nach Bremse diverse Übergangsteile...
Alles andere ist nach Bedarf nötig oder überflüssig, z.B. der Nokon-Werbeaufkleber.
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#603005 - 17.03.10 12:02 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: borstolone]
Freundlich
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Beiträge: 1292
Eine solche Umlenkrolle hatte ich vor Nokon auch am Rad, um die Reibung im letzten Bogen vor dem Schaltwerk zu vermindern. Mit den moderneren Schaltwerken mit Direktanlenkung des Schaltzuges (ohne Bogen) entfällt diese Problemstelle ohnehin.
Nokon hat aber nicht den Zweck, die Umlenkrolle am Schaltwerk zu ersetzen, sondern alle Schalt- und Bremszüge leichtgängig, schmutzgeschützt und druckstabil zu verlegen. Ob man sich die Mühe macht, muss jeder selbst entscheiden.
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#603011 - 17.03.10 12:11 Re: Erfahrungen: Nokon + Lenkerendschalthebel [Re: Freundlich]
Thies H.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 654
Shimano ist in dem sinne wohl etwas vor-modern.. zwinker

Wie bewertst du den Unterschied ohne Rolle - mit Rolle im Vergelich zu mit Rolle - Nokon?

Muss ich eigentlich davon ausgehen, das ich in meinen 60cm 180°-Bögen viel Reibung und längung der Außenhülle unter Belastung habe?
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