18150 Mitglieder
59383 Themen
823551 Beiträge
In den letzten 12 Monaten waren 4974 Mitglieder aktiv. Die bislang meiste Aktivität war am 01.03.11 11:21
mit 1172
Besuchern gleichzeitig.
mehr...
|
|
#359428 - 08.08.07 10:18
Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys
[Re: natash]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 1011
|
24er Ritzel vorne (statt 28) Morgen Natalie, darf ich interessehalber mal fragen, was du am Dancelli als kleinstes Ritzel fährst? 27, 30 - oder mehr? - Die Fotos machen Laune auf Frankreich. In den meisten Regionen, die ihr bereist habt, war ich schon, aber in den wenigsten mit dem Rad. Und jetzt ärgere ich mich, was ich alles verpasst habe.
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#359432 - 08.08.07 10:38
Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys
[Re: Flori]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 3307
|
[, darf ich interessehalber mal fragen, was du am Dancelli als kleinstes Ritzel fährst? 27, 30 - oder mehr? -
darfst Du, ich weiß es aber aus dem Stand nicht und hier auf der Arbeit bin ich mit dem Diamant. 27er könnte aber hinkommen, muß ich heute abend mal schauen, es sei denn Micha möchte es Dir verraten, der ist daheim und könnte in den Keller rennen. LG Nat PS: Wo sind eigentlich DEINE Fotos, Du warst doch auch unterwegs?
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#359761 - 09.08.07 14:49
Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys
[Re: natash]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 1011
|
Ich kenne meine Grenzen und verstecke meine Fotos. In der Schweiz hatte ich nicht einmal den Apparat dabei, der reiste zeitgleich nach Spiekeroog. Und von der Sachsen-Tour (von Nürnberg nach Görlitz) habe ich ein paar in Unsere Räder eingestellt. Ob die anderen so interessant sind, bezweifle ich mal. Da haben wir ja auch ein paar Leute vor Ort, die sicher alle besser knipsen. Übrigens, die Sachsen sind wirklich überdurchschnittlich nette Menschen, und Görlitz ist einfach großartig (Wenn schon Essen, dann in Görlitz!). Ansonsten muss ich noch Burg Stolpen empfehlen, neben der der Giant's Causeway in Nordirland (gleiches Material: Basalt) fast armselig wirkt.
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#359766 - 09.08.07 15:01
Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys
[Re: Flori]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 3307
|
Schad, grad die Schweiz hätt mich interessiert...Vielleicht denkt ihr ja mal über die Anschaffung einer 2.Kamera nach. Ich hab´s jetzt auch getan,ganz digital nun (die Zeiten, in denen ich voller Begeisterung auf dem Klo (selbstgebastelte Dunkelkammer) in der Chemie rumgepanscht habe, sind unweigerlich rum)damit Micha auch Mal drauf ist. Wobei der eh mehr Zeit zum Fotografieren hat wie ich, er muß ja ständig auf mich warten LG Nat
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#359926 - 09.08.07 23:24
Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys
[Re: cyclist]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 203
|
Hallo, ich möchte hier unsere diesjährige 2wöchige Fahrradreise vorstellen, die uns diesmal sehr gut gefallen hat, nicht nur weil das Wetter fast immer schön war, sondern weil wir auch sehr viele wunderbare Fahrradwege benutzen konnten. Alpentour 2007: Österreich-Italien mit Via Claudia Augusta die Strecke ca. 1100 km: Bad Reichenhall → Saalachtal Saalfelden → Zeller See Ostufer Bruck an der Großglocknerstr. → Großglockner (Fuscher Törl + Hochtor 2576 m) Heiligenblut → Iselsberg (1204 m) Lienz (Drau) → Iseltal Huben → Defereggental / Schwarzachbach → Staller Sattel (2052 m) → Antholzer Tal Nieder Rasen → Rienztal Toblach → alte Bahntrasse nach Cortina d’Ampezzo / → Höhlensteintal Cortina d’Ampezzo → Valle di Cadore Pieve di Cadore → Piavetal Belluno Trichiana → Passo di San Boldo (706 m) Valdobbiadene Asolo Basano del Grappa → Brentatal Grigno → Val Sugana → Lago di Caldonazzo Zug (ca.15 km von St. Cristoforo nach Trient) mangels brauchbarer Fahrrad-Straßen Trient (Trento) → Etschtal Kaltern (Ruhetag mit Rundfahrt: Kaltern-Eppan-Montiggler Seen und zurück Bozen → weiter im Etschtal Meran → Reschenpass (1508m) → Finstermünzpass (1188 m) CH → Inntal Landeck südlich an Imst vorbei Telfs Leutasch → Leutascher Ache Mittenwald → Isar Bad Tölz München Freising Zug, Heimfahrt mit dem Bayernticket  Das sind wir am Großglockner. und unsere wohlverdiente Pause am Hochtor, der Durst war groß! Wir fuhren ab Lienz einen kleinen lohnenden Umweg übers Defereggental und den Staller Sattel. Die Abfahrt durchs Antholzer Tal war herrlich. Blick auf die Drei Zinnen im Höhlensteintal. Die alte Bahntrasse nach Cortina d'Ampezzo war sehr steinig und mit unseren Tourenrädern+Gepäck nur schwer zu befahren. Wir bevorzugten dort die Straße. Ein sehr beeindruckendes Bauwerk! Am Passo di San Boldo wurde gearbeitet. Wir durften fahren, die Autos nicht In Basano del Grappa war es unerträglich heiß. Sogar die Klimaanlage des Hotelzimmers war hoffnungslos überfordert. Im Brentatal stießen wir endlich auf die Via Claudia Augusta, der wir bis hinter Landeck im Inntal folgten. Und hier viel später im Inntal gab es ein echtes Teilstück der alten Via Claudia Augusta zu besichtigen.  Vorher durchfuhren wir aber das Etschtal. In Kaltern gabs einen Ruhetag, an dem wir eine kleine Rundfahrt machten. Dabei durfte ein Bad im Montiggler See nicht fehlen. Die Fische waren sehr neugierig auf mich und kamen mir beängstigend nahe - vielleicht waren es kleine Piranhas   Am Reschensee gab es auf der straßenfernen Seite einen ganz neuen Radweg, der noch nicht einmal im bikeline-Buch von 2006 vorhanden war! Die Hautpstraße von Nauders nach Pfunds war für Fahrradfahrer verboten. Wir wählten die Version über den Finstermünzpass und ein paar km in der Schweiz. Am letzten Tag war die Freude groß: ich hatte einen Platten an der Isar. Am nächsten Tag regnete es wie fast immer in Deutschland im Sommer 2007 und die Heimreise fiel uns leicht. Grüße Gudrun
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#359960 - 10.08.07 07:23
Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys
[Re: natash]
|
Moderator

abwesend
Beiträge: 7036
|
[, darf ich interessehalber mal fragen, was du am Dancelli als kleinstes Ritzel fährst? 27, 30 - oder mehr? -
darfst Du, ich weiß es aber aus dem Stand nicht und hier auf der Arbeit bin ich mit dem Diamant. 27er könnte aber hinkommen, 32
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#359961 - 10.08.07 07:56
Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys
[Re: wusele]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 3307
|
Hallo Gudrun, sieht gut aus eure Tour und ich schau immer si gerne nette Fotos an? Ist die Via Claudia Augusta eigentlich stark befahren(also auch von andern Radlern) oder gehts? LG Nat
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#360003 - 10.08.07 10:14
Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys
[Re: natash]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 203
|
Ist die Via Claudia Augusta eigentlich stark befahren(also auch von andern Radlern) oder gehts?
Hallo natash, im Brentatal bzw. Val Sugana sind nur ganz wenige unterwegs. Im Etschtal begegneten uns dafür um so mehr Via Claudia Augusta Reisende. Aber im Vergleich zum Donau Radweg sind es noch sehr wenige und überhaupt nicht lästig. Auch im Inntal konnte man die Radreisenden noch zählen. Grüße von einer geb. Cannstatterin Gudrun
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#360247 - 11.08.07 00:03
Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys
[Re: Hansflo]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 5184
|
Holá Hansflo
Wunderschöne Bilder. Interessant die Foto Alben bei Picasa.
|
|
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#360358 - 11.08.07 18:06
Re: Unsere Tourenfotos + -alben + Storys
[Re: Jose Maria]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 1333
|
Hola José,
muchas gracias por tu comentario. en paisajes impresionantes no es difícil sacar fotos maravillosas.
Hans und Flo
|
|
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#362365 - 19.08.07 12:25
Von der Ostalb durch den Südwesten
[Re: cyclist]
|
Moderator

abwesend
Beiträge: 8597
|
Hallo, bin seit Mittwoch zurück von meiner zweiten längeren Tour dieses Jahr. Die Route war Bad Friedrichshall – Jagst aufwärts – Kocher abwärts – ein Stück den Neckar rauf – durch’s Enztal und über den Stromberg nach Karlsruhe – ein kurzes Stück den Rhein rauf – entlang der Lauter in den Pfälzer Wald – rechts und links der dt.-frz. Grenze nach Zweibrücken – Blies, Saar und Mosel abwärts bis Bullay. Kurz ein paar Eindrücke, Meinungen, Infos und Tipps zur Strecke. Kocher-Jagst-RadwegEin sehr schöner Radweg durch eine hübsche, interessante Landschaft, über den weitaus größten Teil gut zu fahren. An den Unterläufen beider Flüsse säumen Weinhänge das Tal. Je weiter man ostwärts kommt, desto mehr dominieren Wald und Wiesen das Bild. Beide Täler ähneln sich, sind aber dennoch unterscheidlich. Das Jagsttal wirkte auf mich etwas uriger und „natürlicher“ als das Kochertal. Während an der Jagst der Oberlauf eher landwirtschaftlich geprägt ist, ist dies am Kocher am Unterlauf der Fall. Ebenso verlässt der Radweg an der Jagst am Oberlauf öfters mal den Fluss, am Kocher tut er dies am Unterlauf. An beiden Flüssen führt der Weg sehr viel auf asphaltierten Rad- und Wirtschaftswegen, wobei am Kocher auch ein paar längere Passagen auf stärker befahrenen Strassen zurück zu legen sind. Nicht vermeidbar scheinen auch auf diesem Weg ein paar Kilometer auf Schotterwegen. Wenn ich zwischen beiden Tälern wählen müsste, würde ich auf jeden Fall das Jagsttal fahren, mir hat’s dort besser gefallen. Die Städte auf dem Weg fand ich dagegen größtenteils uninteressant und nicht sehenswert. Positive Ausnahme sind Schwäbisch Hall, dass auf jeden Fall einen längeren Aufenthalt wert ist, und – mit Abstrichen – Ellwangen. Crailsheim, Aalen und Künzelsau lohnen sich dagegen m.E. überhaupt nicht für einen Sightseeing-Stop. Beides sind zwar Flussradwege, aber alles andere als flach. Einstellen muss man sich auf ein paar heftigere Steigungen (z.B. Jagst bei Kirchberg). Zudem gibt es an beiden Flüssen viele kleine, steile Steigungen. Nichts wildes, meistens nur so 10 – 30 Höhenmeter, aber genau so, dass nie so richtig in meinen Rhythmus kam. Vor ein paar Monaten hatte ich mal die Frage gestellt, ob man besser Jagst-Kocher oder Kocher-Jagst fährt. Mein Fazit: Egal. Ich hatte auch den Eindruck, dass genauso viele Radler die eine, wie die andere Richtung fuhren. Die meisten scheinen aber wirklich im Osten der Runde (Aalen) zu starten. Die Beschilderung ist zahlreich, teilweise aber arg verbesserungswürdig. Sehr störend war, dass viele Schilder so aufgestellt waren, dass man sie erst spät sehen konnte: Innen in engen Kurven, auf der anderen Strassenseite, hinter Büschen und – die Krönung – mehrfach erst hinter Abzweigungen! Die teilw. kleinen Pfeile auf den Schildern erschweren zudem die Erkennbarkeit. Vorbei fahren, Richtungswechsel erkennen und umkehren stand täglich drei- bis viermal auf dem Plan. Zweimal habe ich mich auch kurz verfahren. Höhepunkt ist die Beschilderung im Bereich von Aalen / Wasseralfingen, wo die Schilder Kocher-abwärts an einer mehrspurigen Strasse auf dem in Fahrtrichtung linken Radweg hängen, obwohl der benutzungspflichtige Radweg auf der rechten Seite der Strasse ist. So wird man zum Geisterfahrer gemacht! Abschnittsweise nervt Vekehrslärm von parallel verlaufenden Strassen, an der Jagst nur kurz, um so mehr dafür am Kocher. Dafür waren die paar Kilometer, die man vor Untergrönningen auf der B19 fahren muss (der Radweg dort ist keiner) überraschend angenehm und ruhig. Überrascht war ich auch über die für einen so bekannten und gut frequentierten Radweg bescheidene Infrastruktur. Insg. gibt es nicht viele Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten. Am ersten Abend musste ich ganz schön rum telefonieren und eine gute Stunde länger fahren als geplant, weil die wenigen Unterkünfte ausgebucht waren. Ähnlich war es am vierten Abend, als sich mit einsetzendem Regen eine ganze Reihe von Radreisenden zwischen Ingelfingen und Forchtenberg - der selbsternannten Weinmetropole am Kocher – auf die Jagd nach den wenigen Betten machten. Da es dort neben den vier Herbergsbetrieben (davon zwei ausgebucht) auch nur drei Speisegaststätten gab, wovon eine Ruhetag hatte und eine aufgrund von Reservierungen ausgebucht war, trafen sich abends alle Radfahrer zwangsläufig beim Italiener. Was mich immer wieder stört: Tische und Bänke sind teilw. sehr rar, so am Mittellauf der Jagst und am Oberlauf des Kocher. Wer dort einen freien Rastplatz sieht, sollte ihn nutzen. Ein paar Infos und Tipps: Am schönsten und anstrengensten Stück der Jagst, zwischen Dörzbach und Kirchberg (ca. 40 km Strecke), gibt es keine Einkaufsmöglichkeit und nur eine Handvoll Gasthäuser. Für Sonntagsfahrer: An der Jagst zwischen Möckmühl und Kirchberg gibt es genau eine Tankstelle: In Dörzbach an der B19 Richtung Norden, ein Stück den Berg hoch. Kurios: Diese Tanke hat nicht den obligatorischen „Minishop“, sondern eine Bäckerei mit Cafe. Deswegen gibt es außer Backwaren, einer kleinen Zeitungsauswahl (Blöd, etc.) und einem winzigen Kühlregal kein weiteres Angebot und entsprechend gesalzene Getränkepreise. Die Tankstellen in Möckmühl liegen direkt am Weg, die in Kirchberg - in diesem Fall leider – unten am Fluss. Der Radweg wechselt erst im letzten Moment vom Jagsttal zum Kocher (bzw. umgekehrt). Es gibt m.E. keinen Grund, warum man diesen letzten Zipfel mitnehmen muss. Der Anstieg auf die Albhöhe hat es in sich, oben gibt es m.E. nichts tolles zu sehen, Aalen ist auch nicht prall und das Kochertal ist bis Hüttlingen langweilig bis hässlich. Zudem macht das Radeln dort wenig Spaß, die paar Kilometer von der Kocherquelle bis Aalen sind sogar ganz große Sch... : Enge Straße und tierisch viel Verkehr. Meine Empfehlung: Kurz vor Westhausen (auf der Karte im Bikeline-Buch genau an der Spitze des roten Pfeils rechts von der A7) zweigt eine ausgeschilderte Alternativ-Route ab, die in Wasseralfingen wieder auf den Radweg stösst. Alternativ kann man auch ab Rainau dem Limes-Radweg nach Hüttlingen folgen. Wer trotzdem hoch fährt: Von der Kapfenburg aus hat man keine schöne Aussicht, die gibt es von dem Weg, in den man kurz nach der Burg vor Hülen nach rechts geleitet wird. Von diesem Weg rate ich allerdings ab, er ist in einem sehr, sehr schlechten Zustand. Wenn man den Ausblick Richtung Norden genossen hat, fährt man besser die paar Meter wieder nach Hülen zurück und nimmt die etwas weiter südlich parallel verlaufende, sehr ruhige Nebenstrasse Richtung Arlesberg. Wer dann weiter der Beschilderung Richtung Aalen folgt wird bei Simmisweiler in den Wald geleitet. Ich bin dem bikeline-Buch gefolgt und weiter auf der Strasse Richtung Unterkochen geradelt – empfehlenswert. Am Kocher sollte man wg. des schlechten Radwegs nicht nur – wie im bikeline-Buch empfohlen - bis Möglingen auf der langweiligen, aber ruhigen und breiten Straße bleiben, sondern bis Hardthausen. Apropos bikeline-Buch: Aufgrund der wenigen Hotels, Pensionen, etc. ist es schon alleine wg. des Übernachtungsverzeichnisses hilfreich. Es hat nur ganz wenige, nicht erwähnenswerte Detail-Fehler. Zu „kritisieren“ ist neben der kommentarlosen Aufnahme der wenigen schlecht fahrbaren Wege, dass mit Steigungspfeilen etwas sparsam umgegangen wurde und bei den Infos fast alle Fahrradwerkstätten fehlen. NeckarZum Neckar-Radweg gibt’s nicht viel zu berichten. Die Beschilderung am Neckar ist okay, aber in Heilbronn hat jemand ein Schild geklaut, so dass man in eine kurze Sackgasse rauscht. Ein paar Meter weiter ist momentan der Weg wegen einer Baustelle gesperrt, eine Umleitung ist ausgeschildert. Wer Ludwigsburg nicht kennt, sollte vielleicht mal einen Abstecher dorthin machen. Die beste Unterkunft der ganzen Reise hatte ich in Lauffen am Neckar, das Gästehaus Kraft, http://www.gaestehaus-kraft.de (von Nordheim kommend in der Abfahrt am Ortseingang, rechtzeitig bremsen) – sehr empfehlenswert! Enztal und Stromberg-Enztal-RadwegIn Besigheim bin ich dann ins Enztal abgebogen. Der Einstieg in den Enztal-Radwegist nicht verfehlbar, weil durch eine große Tafel angezeigt – lobenswert. Im weiteren Verlauf könnte die Beschilderung etwas besser sein, sich zu verfahren ist allerdings schwer. Dass ich die Strecke aus 1998 deutlich schöner in Erinnerung hatte, lag wahrscheinlich am Regen, den ich diesmal ertragen musste, und an dem teilw. hohen Kfz-Lärmpegel. In Vaihingen bin dann hoch zum Bahnhof und ab dort weiter auf dem Stromberg-Enztal-Radweg Richtung Westen. Klare Empfehlung: Nicht nachmachen! Ich zitiere aus http://db.tourismus-bw.de/BW_Radfernwege_WegInfo_0.asp?RIR=260510 : Wegequalität: überwiegend asphaltierte Wege, teilweise SchotterwegeStimmt, aber die erwähnten Schotterwege sind fast alle richtig schlecht (z.B. vor Maulbronn) und waren im Regen alles andere als gut befahrbar. Steigungen: wenige mittlere Steigungen, zwischen Köngisbach-Stein und Maulbronn steile Steigungen und AbfahrtenDas ist m.E. arg verharmlost dargestellt. Es geht eigentlich immer rauf und runter und das teilw. nicht zu knapp. Da ist der etwas weiter nördlich verlaufende Kraichgau-Radweg deutlich moderater. Verkehr: überwiegend ruhig, in Karlsruhe starker VerkehrKann man so sehen, aber auch außerhalb von Karlsruhe gibt es wieder sehr viel Lärm von nahen Hauptverkehrsstrassen, z.B. der B10. Was aber wirklich ärgerlich war, war die Ausschilderung. Auf der einen Seite vor den „Knotenpunkten“ richtig gute, große Schilder mit Richtungs- und Entfernungsangaben nicht nur für den SER, sondern auch in die anderen Richtungen. Auf der anderen Seite gibt es aber fehlende Schilder und Schilder mit falschen Richtungsangaben. Bei Gündelbach bin ich deshalb falsch abgebogen und am Bahnhof Kleinvillars habe ich minutenlang gerätselt, wo lang es denn weiter geht, um dann die falsche Richtung zu nehmen. Der Hit: In Stein zeigt das Schild am westlichen Ortsrand Richtung Karlsruhe wieder zurück in die Richtung, aus der man kommt. Wirklich lohnenswert ist der Weg nur wg. Kloster Maulbronn, was man sich aber auf keinen Fall entgehen lassen sollte. An keinem anderen Ort konnte ich bislang so gut fühlen, wie es wohl im Mittelalter war. Leider gibt es dort nur zwei Führungen am Tag durch dieses super-interessante Kleinod (11 Uhr und 15 Uhr). Fazit für den SER: Wer dort vom Rhein (Karlsruhe) zum Neckar (Stuttgart) oder umgekehrt wechseln möchte, sollte besser das Enztal bis Pforzheim fahren und dann dem ausgeschilderten Weg entlang der Bahnlinie ins Pfinztal nehmen. Das Pfinztal ist zwar unspektakulär, lässt sich auf dem Radweg aber ganz gut abradeln. Und wer sich entlang der Enz radelnd Kloster Maulbronn nicht entgehen lassen will, sollte dies von Mühlacker aus anfahren, ebenfalls auf ausgeschilderter Route. Durch Karlsruhe ging es trotz fehlender Radweg-Beschilderung – das letzte Schild hatte ich in KA-Durlach gesehen – erstaunlich gut. Nur die Rheinbrücke ist dann ohne Ausschilderung sehr schlecht zu finden, zum Glück habe ich einen Mund zum Fragen und Ohren zum Hören. Weiter ging es ein kurzes Stück den Rhein hoch bis Lauterburg, dort beginnt der (Wies-) Lautertal-RadwegIch bin ab Scheibenhardt die Variante auf der frz. Seite gefahren. Es geht bei ausreichender Beschilderung auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse die Lauter hoch. Der Weg ist gut fahrbar, bis auf das Stück an der Pferderennbahn glatt asphaltiert und bis auf die ruhigen Ortsdurchfahrten verkehrsfrei. Das Radeln dort ist allerdings reizlos, da man auf der gesamten Strecke fast nur durch Maisfelder fährt – „gähn“! Die Strecke auf der dt. Seite kann ich auch nicht empfehlen, da die 2 km, die ich dort südl. von Wissemburg zu meinem Nachtquartier fahren musste, aus einer äusserst holprigen, kaputten und deshalb nahezu unfahrbaren Schotterpiste bestanden. (Hier habe ich übrigens das erste Mal erlebt, dass ein Pferd vor einem Liegerad scheut.) Ab dem sehr schönen Wissemburg war das Radeln dann aber ein Genuss. Es ging auf einem richtig guten Radweg immer leicht ansteigend durch das schöne Lautertal in den Pfälzer Wald, eine tolle Strecke. Auch nach Verlassen des Lautertals bei Bundenthal geht es klasse weiter auf einer ehemaligen Bahntrasse Richtung Fischbach. Die sollte man dann nach dem kurzem steileren Stück an der Kuppe (Rastplatz) verlassen und auf der Strasse bergab Richtung Fischbach rollen, da kurz danach der Weg schlecht wird. Das Biosphärenhaus in Fischbach ist bestimmt interessant, leider war es total überlaufen, als ich dort ankam, so dass ich rasch durch ein schönes, weites Wiesental weiter gefahren bin. Bei Ludwigswinkel beginnt dann die Anfahrt über den Höhenzug des Pfälzers Waldes. Man taucht in den dichten Wald auf einer Nebenstrasse ein, die angenehm seicht, aber stetig hoch führt. Erst auf den letzten ca. 2 Kilometern geht es nach der Kehre etwas strammer bergan (ca. 5-6%), bis man den höchsten Punkt an der Eselssteige erreicht. Einen großen Wermutstropfen hatte diese ansonsten sehr empfehlenswerte Strecke allerdings doch. Es war Sonntag, es war schönes Wetter und das bedeutete, dass gefühlten 80% der dt. Bevölkerung das Gehirn entnommen wurde und man sie zum Ausgleich auf ein Motorrad gesetzt hat. Was dort an Verkehr herrschte ging auf keine Kuhhaut mehr. Bei einer kurzen Pause am Saarbacherhammer habe ich innerhalb von 10 Minuten über 80 vorbei rasende Motorräder gezählt. Seitdem ist meine Meinung, dass 5 Euro für den Liter Sprit noch zu wenig sind. Nach der Abfahrt habe ich deshalb kurzerhand die geplante Strecke verlassen und bin rüber nach Frankreich gewechselt – ein Traum! Dass es von Trulben nach Kröppen stramm hoch geht, war zwar auf der ADFC-Karte so nicht zu erkennen, aber das lohnte sich aufgrund der phänomenalen Aussicht und der folgenden super-schönen Landschaft tausendfach. Mit dem Überschreiten der Grenze wird es sofort schöner, ruhiger, „relaxter“, einfach für’s Radfahren viel angenehmer. Ich bin dann über Walschbronn, Waldhouse und Rolbing (D162d, D86c) wieder Richtung Deutschland. Eine sehr, sehr schöne Strecke auf schmalen, ruhigen Strassen durch romantische Täler. Hinterher habe ich mich etwas geärgert, dass ich nicht spontan einfach weiter westwärts geradelt bin, wäre bestimmt auch weiterhin sehr schön gewesen. Stattdessen bin ich über Hornbach (Europ. Mühlen-Radweg) und Zweibrücken an die Blies. Das ist zwar auch eine nette Strecke, erst auf recht ruhigen Strassen, später auf einem im nördl. Teil sehr schlecht beschilderten ex-Bahntrassen-Radweg, aber es kam bei mir dann doch nicht dieses angenehme Gefühl auf, wie in Frankreich. In Zweibrücken sollte man dann nicht mehr den wenigen, versteckten Schildern folgen, irgendwann landet man auf einem Single-Trail zwischen Autobahn und Fluss. Bliestal-RadwegWenn man dann hinter Zweibrücken den Lärm der Autobahn überstanden und den Bliestal-Radweg auf der aufgegebenen Bahnstrecke gefunden hat (am Ende der Strasse auf der B423 nicht links, sondern rechts bis kurz hinter die Autobahn), kann man diesem problemlos, aber etwas eintönig – aufgrund des dichten Buschwerks rechts und links sieht man nicht von viel von der Umgebung – Richtung Saar folgen. Der Radweg endet nicht an der dt-frz. Grenze, sondern führt weiter bis Folpersviller am Ostrand von Sarreguemines. Am Ende des Radweg steht eine Info-Tafel, auf der die weitere Route bis zur Saar abgebildet ist (wer sich die nicht merken kann: abfotografieren). Der Weg ist leidlich beschildert und führt im 2. Teil über einen eigenen Radweg. An einem Kreisverkehr endet dieser plötzlich und natürlich fehlen dort erstmals Schilder. Hier rechts runter, am nächsten Kreisverkehr geht links ein Radweg runter zur Saar. Vermutlich muss man weiter oben an der Rue A. Rausch den Radweg verlassen und nach rechts in die Zone industrial de Gutenberg. Um auf den Saar-Radweg zu gelangen muss man am Kreisverkehr hinter der Saar-Brücke ein Stück flussaufwärts fahren. Saar-RadwegNett und gut fahrbar verläuft der Radweg bis Saarbrücken neben der beschaulichen Saar her. Man passiert ein paar kleine, geradezu pitoreske Schleusen. Mehrfach wird man darauf hingeweisen, dass eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h gilt und man nachts dort nicht radeln darf – in Frankreich, nicht im regulierungswütigen Deutschland! Je näher Saarbrücken kommt, desto mehr nimmt der Verkehrslärm zu und wenn die Autobahn neben den Radweg rückt, ist es vorbei mit dem Entspannung. Deutlich gesagt: Der Saar-Radweg hinter Saarbrücken ist großer Mist. Es geht kilometerlang super-laut und über einige Kilometer hässlich-stupide neben oder unter(!) der Autobahn her und wenn man den Radweg verlässt wird man über abenteuerliche Wege geführt (z.B. an der Messe). Meine Empfehlung: In Saarbrücken in den Zug steigen und bis Merzig fahren. Wer sich Völklingen oder Saarlouis (die Altstadt ist richtig nett, hat wahrscheinlich die höchste Strassencafe-Dichte in Deutschland, es war dort an dem Nachmittag aber furchtbar „busy“) ansehen möchte, steigt ein paar Stationen vorher aus. Den Weg ab Merzig kenne ich schon, die Saarschleife ist sehr schön, das lässt mich durchhalten. Der Radweg auf der linken Saarseite hinter Mettlach war damals noch in Bau, ist aber leider nicht gut (geworden). Holprig und mit reichlich Kuhlen und Rinnen versehen, in denen noch das Wasser der voran gegangenen Regentage stand, und am Ende mit einer steilen, schotterigen Rampe. In Gegenrichtung ist die richtig gefährlich! Weiter bis zur Mosel geht es anfangs neben der mäßig belasteten B51 her, später auf ruhigen Radwegen, ein netter Abschnitt. Momentan ist der Saar-Radweg an drei Stellen gesperrt: - bei Völklingen, eine Umleitung ist ausgeschildert, aber ich kam problemlos durch die fast übersehbare Baustelle. - bei Dillingen, hier ist aufgrund der Ufer- / Autobahn-Baustelle der Radweg z.Zt. „verschwunden“, ausgeschilderte Umleitung über die rechte Uferseite. Man sollte nach der Umleitung wieder auf die linke Saarseite wechseln, durch Merzig durch ist es nicht schön zu fahren. - linker Ufer-Radweg in der Saarschleife, wg. akuter Steinschlaggefahr angeblich schon seit Monaten gesperrt (man kommt aber durch, wenn man die Absperrungen überwindet), die „Hauptroute“ verläuft sowieso am rechten Ufer. Mosel-RadwegAb Konz bin ich diesmal links der Mosel nach Trier gefahren, die rechte Seite war mir als total lärmverseucht in schlechter Erinnerung. Das hat leider nur bedingt geholfen, der Krach der motorisierten Verkehrsteilnehmer schafft es leicht über’s Wasser bis ans andere Ufer. An der Kyll-Mündung hat es mir gewaltig in den Fingern gejuckt, bin aber dort nicht eingebogen, die Eifel wollte ich diesmal anders queren. Ab Schweich wird es dann schlagartig ruhig und es folgt in meinen Augen einer der schönsten Radweg-Abschnitte in Deutschland: Tolle Landschaft, ein sehr guter Radweg und viele geöffnete Straussenwirtschaften. Da auch das Wetter mitspielte waren das welche von den wenigen Stunden mit Hochgenuss auf dieser Tour. Dass trotz eines Dienstags viele andere Radfahrer unterwegs waren, störte (mich) nicht. Mit dem Genussradeln ist es dann ab ungefähr Bernkastel-Kues vorbei, wenn das Tal enger wird, der Verkehr zunimmt und Straße und Radweg wieder eng zusammen liegen. ’ habe „ausgetestet“, dass die ausgeschilderte Hauptroute nicht immer die "besser" zu fahrende Moselseite nimmt, wenn es an beiden Ufern Radwege gibt, z.B. zwischen Traben und Reil, hier ist es deutlich schöner am linken Ufer entlang zu fahren. Eigentlich wollte ich ab Lieser den Mosel-Maare-Radweg hoch, am Nürburgring vorbei und die Ahr runter fahren, da ich aber die Zeit aufgrund der Regentage in der Vorwoche knapp etwas wurde und die Wettervorhersage seit dem Vortag immer schlechter wurde, bin ich weiter an der Mosel bis Bullay und ab dort mit dem Zug heim. Und sonst? Meine Ortliebs und die Regenausrüstung sind dicht, das durfte ich leider über mehrere Tage am Stück testen. Schon lange nicht mehr habe ich in einem Urlaub soviel schlechtes Wetter mit soviel Regen gehabt. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass auch bei den Hotels und Pensionen die „Mittelklasse“ langsam verschwindet. Es gab auf der Tour auffallend viele billige Absteigen mit alten und zusammen gesuchten Möbeln, sowie - ein neuer Trend? - „do-it-yourself“-renovierte Hotels mit Möbeln aus dem Baumarkt und dem Cash&Carry-Möbelhaus. Auf der Tour habe ich immerhin fünf andere Liegeradfahrer getroffen / gesehen: Ein Langlieger (Peer Gynt?) in Schwäbisch Hall, ein Trike (Antrotech?) bei Bietigheim, eine Speedmachine in Karlsruhe, ein Trike (Ostrad Adagio?) beim Saarbacherhammer und eine Streetmachine in Saarlouis („runterschalten bevor es steil bergauf geht“). Es werden mehr! Vielen Dank an die Radwerkstatt in Künzelsau, die mir in wenigen Minuten meine urplötzlich wirkungslose Scheibenbremse am Vorderrad wieder funktionsfähig machte. Ohne wäre die Tour dort beendet gewesen. Wer Fragen zu den von mir gefahrenen Strecken und „gewählten“ Unterkünften hat, kann sich gerne melden. Gruß Uli
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#362794 - 20.08.07 22:26
Re: Von der Ostalb durch den Südwesten
[Re: Uli]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 6197
|
Hallo Uli,
mal eine sehr detailreiche, präzise und plastische Darstellung einer kleinen Deutschlandtour. Weil ich Teile auch schon aus der Nähe zu den Regionen selber kenne, kann ich die Darstellungen gut nachempfinden - man kann sich sehr schön hier Rosinen zum Fahren rauspicken.
Gut finde ich auch mal der Hinweis auf die oft lieblosen "Gast"höfe - möchte aber hinzufügen, dass ich auch immer mal wieder mit Übernachtungen in Deutschland zufrieden bin. Allerdings sind hübsche Details sehr selten (insbes. auch bei Privatzimmern, fam. geführten Pensionen o..ä.) - das wird in Frankreich, insbesondere aber in Österreich, Schweiz und Italien mehr gepflegt (was leider nicht auch dort Ab und An das Gegenteil nicht ausschließt). In Deutschland missfällt mir allerdings noch ein Trend bei den Hotels: sterile Hightech-Zimmer mit digitaler Heizungssteuerung, elektronische Schließsysteme - aber Zimmer ohne Charme - kalt statt heimelig. Ich würde auch gerne mal lieber auf TV verzichten zugunsten schönerer Zimmer.
Mit dem Wetter hattest du übrigens kein Pech - das war diesen Sommer System - und nicht nur in Deutschland. Ich weiß, wovon ich rede...
|
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings! Matthias | |
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#363199 - 21.08.07 22:29
Re: Von der Ostalb durch den Südwesten
[Re: ]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 6197
|
Da muss ich Einspruch erheben. Ich glaube, du kennst die Alpen nicht sehr gut. Italien und Frankreich wohl auch nicht. Gewiss: in allen Ländern habe ich auch schon Enttäuschungen erlebt. Und dass Deutschland mittlerweile zuweilen billiger ist als die Nachbarländer, ist auch kein Geheimnis mehr. Aber das ist kein Grund, pauschal alles mies zu machen. Und welch Kascheme man in England für teures Geld bekommt, möchte ich erst gar nicht wissen (lieber Rom als London!). In Italien gibt es übrigens mittlerweile ein riesiges Angebot an B&B, nicht immer ganz billig, aber im Preis-Leistungsverhältnis sehr gut (wird auch kontrolliert, es gibt dafür offizielle Standards). Hatte auch solche nette Adressen für Cavalese und Bassano del Grappa notiert, die Orte entfielen allerdings für Übernachtungen in diesem Jahr. Für die franz. Alpenregion habe ich jetzt nicht so viele Beispiele, weil ich dort meist doch auf dem Camping gelandet bin. - einziges Hotel dieses Jahr in la Bathie (Albertville), 43 € mFr, nicht ganz so preiswert, aber geräumig und einwandfrei - in 2005 reine Übernachtung in Tignes-les-Brevières (Val d'Isère), einfache Unterkunft, Etagendusche nicht die beste, aber dafür geringe 20 € oFr Für Italien - hier nur Alpenraum - habe ich zahllose - belegbare! - Gegenbeispiele, einige davon hier: - Cesana Torinese, Casa Cesana 33 € mFr, gutes Fr., neues, sehr sauberes, wenn auch kleines Zimmer, helle Holzbauweise und trotz "Olympiaort" preiswert - Piazza Brembana, dito, 30 € mFr, geräumiges Zimmer, Dusche alles in Ordnung, sauber, Fr. mäßig - Bórmio, Daniela, 36 € mFr (2007, o.Balkon), 40 € (2006, m.Balkon), sehr saubere Zimmer, charmantes Ambiente, Bier- und Liegegarten, Begrüßungsbonbons, Zimmer mit Balkon war traumhaft, direkt gegenüber rauschenden Bergfluss, sehr gutes Frühstück, ideal für Gavia-Pass-Anfahrt - Tiers (Nigerpass), Edelweiss, 30 € mFr, kl. Zi., Etagendusche, geniale Glasterrasse für Abendessen und Fr, sehr gutes Fr, nette Gastwirtin, Whirlpool (noch genutzt) und Sauna (war schon aus) - Cortina d'Ampezzo, la Larina, 42 € mFr, sehr schönes Zimmer im stimmigen Holzstil, Schreibsekretär, sehr sauber, sehr gutes Fr, nette Gastwirtin - Würzjoch, Ütia de Börz, 60 € HP (!) nobler Almgasthof, riesige Zimmer, sehr sauber, gelaugte stilvolle Möbel, Abendessen gut, sehr gutes Fr. - Carisolo, Cavento Garni, 30 € mFr, sehr stilvol eingerichtetes kl. Zi., exklusives Bad, dekorative Holzmatten, schön gestickte Decken, Begrüßungs-Schoki, Bonuskärtchen für nahgelegene Pizzeria, sehr nette Wirtin, riesiges Fr-Büffet für mich allein (!), Marschverpflegung, der Preis-Leistungs-Hammer schlechthin! - Aicha (Franzensfeste, Brennerstr.), Name?, 30 € mFr, moderne, geräumiges Zi, nobles Bad, sehr gutes Fr., Außenpool, Garten, Abendessen auf Terrasse (Essen eher mäßig) - Atzwang, Name? (nur ein H dort), ca. 26 € mFr, geräumiges Zi im alten Bauernstil, urig, netter Gastwirt, ladin. Küche - Weißenbach (Penserjoch), Name?, ca. 28 € mFr, geräumige moderne Zi., gutes Fr. - Pieve Vécchia (Lago d'Idro), B&B Name?, ca. 25 €, nette, saubere Zi., gutes Fr, nette Gastwirtin Das muss reichen!
|
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings! Matthias | |
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#363314 - 22.08.07 11:13
Re: Von der Ostalb durch den Südwesten
[Re: ]
|
Moderator

abwesend
Beiträge: 8597
|
Bezüglich der Strecke Lauterbourg-Wissembourg irrt sich Uli allerdings gewaltig. Wieso irre ich mich, wenn ich behaupte, dass die ausgeschilderte Strecke in der Nähe von Wissembourg über einen äusserst schlecht zu fahrenden Weg führt und *ich* deshalb die Strecke nicht so recht empfehlen kann? Dass es vielleicht eine andere, gut zu fahrende Strecke gibt will ich nicht bestreiten. Gruß Uli
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#366074 - 02.09.07 14:21
Unsere Italienfahrt 2007
[Re: cyclist]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 253
|
Hallo, liebes Radforum, Hier der Bericht über unsere diesjährige Italienfahrt. Im Sommer 2003 (das war der mit der langen Hitzeperiode) beschlossen mein Sohn Florian und ich, jedes Jahr in den Ferien eine Radtour zu unternehmen. Als erster Test diente uns damals eine dreitägige Rundtour von München ans Leitzachtal, wo es einen sehr schönen, fast wilden Platz zum Campen gibt, dann über den Elendssattel (Biwack) zum Forsthaus Valepp und über Spitzingsattel, Schliersee und Bartewirt zurück nach München. 2004 fuhren wir dann über Tegernsee, Achensee und Pfitscher Joch nach Sterzing, 2005 gings ebenfalls übers Pfitscher Joch, dann aber weiter übers Penser Joch und auf den Ritten; Rückfahrt ab Bozen mit der Bahn. 2006 nahmen wir den Brenner und den Jaufenpass nach Meran, fuhren dann am Etschradweg zum Gardasee und weiter nach Verona (mit Bahn zurück). Leider haben wir immer nur 4 Tage Zeit, trotzdem macht es immer wieder viel Spass, daher wollten wir es diesmal wissen. Wir wollten mit dem Rad ans Meer. Das nächste Meer von München aus ist die Adria, die kürzeste Strecke geht über den Glockner und die Karnischen Alpen nach Lido di Jesolo (wohin ich sonst eher nicht fahren würde  ). Die Vorgaben waren recht knackig: 1. Tag bis Fusch, 2. Tag bis Oberdrauburg, 3. Tag bis Jesolo, 4. Tag Venedig und Rückfahrt mit der Bahn, aber wir starteten wohlgemut am Sonntag, 26.8.2007 in aller Frühe.  Es war ziemlich heiss und der Fahrtwind brachte wenig Kühlung, denn das war ein kräftiger Föhn, der uns ab Rosenheim (am Innradweg) ganz schön schnaufen ließ. Die erste Rast am Inndamm genossen wir sehr. Nach dem kurzen, aber wegen des vielen Ausflugsverkehrs nervigen Aufstieg zum Walchsee gönnten wir uns eine Kaffeepause.  Weiter gings nach Reparatur des ersten Platten recht angenehm auf der gut ausgebauten Landstraße mit wenig Verkehr über Kössen nach Kirchdorf. Dort begann der Mozartradweg nach Lofer schön geteert und gut beschildert. Nach etwa 2 Kilometern wurde leider ein Kiesweg draus, der im Zick-Zack und mit ermüdenden Steigungen und miesem Belag an den dortigen Kiesgruben vorbeiführt. Wir verließen ihn bei der erstbesten Möglichkeit und nahmen die Bundesstraße über den sogenannten Pass Strub nach Lofer (Rast in Sankt Martin). Ab hier gibt’s die Variante des Tauernradwegs entlang der Saalach – fährt sich recht komfortabel, auch wenn nicht alles geteert ist:  Schöne Aussicht aufs Steinerne Meer:  Nun wurde es allerdings langsam Zeit, das Tagesziel zu erreichen und daher fuhren wir ab Saalfelden auf der Hauptstraße weiter bis zum Nordufer des Zeller Sees, umfuhren diesen auf der Ostseite, gelangten am Abend bis nach Bruck und gönnten uns dann den ersten Anstieg an der Glocknerstraße bis Fusch, wo wir am Campingplatz beim Gasthof Lampenhäusl fast vom Radl fielen. Immerhin 192 Kilometer hatten wir da schon drauf! Die Küche des Lampenhäusls konnte unseren Bedarf an Kalorien mit Mühe befriedigen – nach dem Menue gaben sie auf und sperrten zu (es schmeckte aber alles sehr lecker, Vorspeise, Zwischengang, Hauptspeise, Nachtisch, Bier, Schnaps und Wein…). Nach einer feuchten Nacht im Biwacksack und einem ausgiebigen Frühstück im Hotel Wasserwand (das Lampenhäusl macht zu spät auf) gings weiter zur Mautstelle in Ferleiten.  Dass die Glocknerstraße kein Zuckerschlecken wird, habe ich mir schon vorher gedacht und daher übers Jahr fleissig trainiert, aber dass es so anstrengend wird? Immerhin waren auch einige andere Radlerinnen und Radler unterwegs, manche schneller, manche langsamer und wir machten uns gegenseitig Mut. Insgesamt wars sehr schön dort, aber von der Leistung her schon ziemlich happig. Die angegebenen 12 % Steigung sind wohl eher der Durchschnitt, einige Passagen haben eher 14 % (gefühlte?).  Nach dem Fuscher Törl  und einer kurzen Abfahrt kommt noch der kräftige Anstieg zum Hochtor:  Dann wars geschafft!  Auf der Abfahrt versuchten wir, den Schnitt wieder auf über 20 zu heben, was nicht ganz gelungen ist, denn ein paar Schafe zwangen zum Langsamfahren, einige Autos und Busse ließen sich nicht gleich überholen und in den Kehren mussten wir das Tempo auch etwas reduzieren  . Jetzt noch durchs Mölltal nach Winklern und über den Iselsberg ins Drautal – eine Leichtigkeit, dachte ich bei der Planung, aber dieser 200-hm-Buckel hat mich fast geschafft. Drüben wurde das Wetter schlechter und wir nahmen in Dölsach ein Zimmer. Dienstag früh wars wieder schön und es ging weiter nach Oberdrauburg und über den leichten Gailbergsattel nach Mauthern. Nun trennte uns nur noch der Plöckenpass mit seinen lächerlichen 700 Höhenmetern vom Traumziel Italien! Anfangs erklimmt man auf gut ausgebauter Straße mit wenig Verkehr und erträglicher Steigung schon mal einen Teil der Höhendifferenz, dann kommt eine Gefällstrecke mit schlechtem Belag und einigen Baustellen und dann eine elende Schinderei über steile Rampen, die teils in Galerien und Tunnels verlaufen (auch im Tunnel geht’s recht steil nach oben!).  Aber auch diesen Pass schafften wir!  Nun kam eine traumhafte Abfahrt, auf der Südseite gings nach Tolmezzo und zum Südrand der Alpen. Ein kräftiger Südwind sorgte dafür, dass die Beinmuskeln nicht kalt wurden und so erreichten wir das Etappenziel nicht ganz und übernachteten im gastfreundlichen Friaul bei bester Verpflegung und in sterneverdächtigem Komfortzimmer. Am Mittwoch kamen wir mittags endlich in Lido di Jesolo ans Meer!  Mittagspause am Corso  Schifffahrt nach Venedig  Wir wollten eigentlich von Lido di Jesolo zum Bahnhof oder zur Piazza Roma schippern, aber das Schiff legte an der Riva San Biagio an.  Jetzt möglichst schnell zum Bahnhof und Rückfahrkarten kaufen! Vaporetto ging nicht mit Rad und Wassertaxi kostet 80 €, also war Schieben angesagt. Das Schieben der vollgepackten Räder durch die Stadt zum Bahnhof war allerdings nicht ganz so lustig - jede Menge Brücken, Massen von Leuten und Gassen, die nur ein klein wenig breiter als der Lenker sind, aber auch diese Hürde konnte gemeistert werden, wir wurden auch nicht wegen der Räder angesprochen und es blieb noch etwas Zeit, durch die Stadt zu bummeln.  Nach einem nicht ganz so tollen Abendessen Hetze zum Zug (die Wege in Venedig führen nicht alle zum gewünschten Ziel)  und dann eine ruhige Heimfahrt mit dem Nachtzug über Verona nach München. Ich hoffe, der Beitrag hat Euch Spass gemacht und freue mich schon auf die nächste Fahrt, Euer Hans unter: Venedig 2007 gibts auch eine Diashow mit allen Bildern. edit: auf Wunsch von Hans einen Ortsnamen berichtigt. Gruss Andi
|
Geändert von 2blattfahrer (03.09.07 16:10) |
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#366321 - 03.09.07 13:40
Re: Unsere Italienfahrt 2007
[Re: cantullus]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 388
|
hallo Hans ich bin erstaunt was ihr geleistet habt. Drei so anstrengende Etappen nacheinander mit Gepäck kann ich mich erst nach 2-3 Wochen Radreise vorstellen, und ich reise nicht untrainiert ab... Wunderschöner Blick auf dem Grossglockner, ich bin ein bißchen neidig 
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
Off-topic
#366363 - 03.09.07 16:09
Re: Unsere Italienfahrt 2007
[Re: Franco]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 253
|
Tja, nur gut, dass ich keine 2-3 Wochen am Stück Radltouren machen kann, das wäre dann wohl sehr frustrierend für viele hier  . _________ Achtung: war nur 1 Scherz!
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#366451 - 03.09.07 20:30
Inselhüpfen Aland Gotland Öland
[Re: cantullus]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 279
|
Ich habe bei Flickr ein Album mit Fotos von meiner diesjährigen Radtour auf auf den Alandinseln (ab Turku), Gotland und Öland erstellt. Ich hoffe, der Link funktioniert. Wer Lust und Interesse hat, kann ja mal reinsehen. Album Inselhüpfen Christel
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#366582 - 04.09.07 08:11
Re: Inselhüpfen Aland Gotland Öland
[Re: Christel]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 3307
|
Hallo Christel, hübsche Fotos - Du hattest aber auch Spitzenwetter! Gruß Natalie
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#367232 - 06.09.07 08:27
Re: Inselhüpfen Aland Gotland Öland
[Re: natash]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 279
|
Hallo Natalie, Danke. Im großen und ganzen hatte ich schon Glück mit dem Wetter. Auf den Bildern täuscht das aber etwas, weil ich überwiegend bei schönem Wetter fotografiert habe. Christine
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#367668 - 07.09.07 01:10
Re: Inselhüpfen Aland Gotland Öland
[Re: Christel]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 18850
|
Schade, die Fotoübersicht sieht ja richtig gut aus. Aber dann sind die Bilder nur reichlich briefmarkengroß, der Bildwechsel ist dafür so zäh wie bei Imagehack und voller HD-Auflösung. Nach dem zehnten Bild habe ich aufgehört. Pro Bild dreimal an unterschiedliche Stellen klicken, dass ist richtig lusttötend.
Falk, SchwLAbt
|
|
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#367804 - 07.09.07 16:04
Re: Inselhüpfen Aland Gotland Öland
[Re: falk]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 1333
|
der Bildwechsel funktioniert bei mir absolut problemlos; nur sie sind leider zu klein um ihre Stärken ausspielen zu können.
Eine schöne Reise muss das gewesen sein.
Hans
|
|
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#369030 - 11.09.07 23:59
Norwegen mit Familie
[Re: cyclist]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 958
|
Hallo allerseits, nach einer gewissen Rad-forums-Abstinenz will ich Euch meine kurze Zusammenfassung unserer diesjährigen Radtour nach Norwegen liefern. Sie könnte auch unter dem Titel "Radtour mit Kind für Fortgeschrittene" stehen. Im Übrigen stelle ich den Bericht natürlich wieder hier in Markus' netten Reiseberichte-Faden, aber eigentlich finde ich, daß unbedingt eine Rubrik dafür geschaffen werden sollte. Reiseberichte sind das Salz in der Suppe des Rad-Forums. GPS-Diskussionen dagegen nur technisches Beiwerk, genau wie Fahrradcomputer etc. und daher auch in der Ausrüstungs-Kategorie hervorragend untergebracht, aber das nur so nebenbei. Unsere Abfahrt, ausnahmsweise per Auto am 3. August war sehr spät abends. Unsere fünfjährige Tochter Luise war noch auf einem Kindergeburtstag und so kamen wir erst gegen 7 Uhr los. Sie ist übrigens, wie auch schon letztes Jahr mit dem ToutTerrain Streamliner gefahren. Der paßt an den Kupplungsstutzen des Wiesmann SingleTrailers (jetzt ebenfalls von Tout Terrain) und ist ein gefedereter Nachläufer zum selber mittreten. Zuerst ging es noch auf eine Hochzeit nach Badbergen bei Osnabrück. Einer der Hauptgründe, wieso wir dieses mal unser gerade erst erworbenes Auto für die Anfahrt genutzt haben (Ja es wird bald wieder verkauft, aber dazu ein anderes mal mehr). Sonntag morgen fuhren wir dann nach Kiel, was auch recht reibungslos funktioniert hat. Dort haben wir uns noch mit unserem Forumsmitglied Rainer Thiess und seiner Frau getroffen. Sehr nette Leute übrigens  Die Überfahrt nach Oslo dauert ja 21 Stunden. Wir sind noch mit dem alten Schiff "Kronprins Harald" gefahren. Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht inzwischen schon durch das neue Schiff abgelöst wurde. Erst auf der Fähre haben wir uns, unserem Bauchgefühl gehorchend für die Himmelsrichtung entschieden, in die wir fahren wollen. Ursprünglich hatten wir damit geliebäugelt, uns eher im Regenschatten des skandinaischen Gebirges zu halten und durch die Ostnorwegischen Bauerntalungen Richtung Trondheim zu fahren. Uns war aber auch klar, daß Luise lieber am Meer fahren wollte, und so haben wir uns dann entschieden erst mal den Oslofjord entlang zu fahren. Das ist auch eine sehr günstige Variante den Großstadtverkehr in Oslo schnell hinter sich zu lassen. Man setzt einfach mit einem Linienboot nach Nesoddtangen über und fährt dann an der Ostseite des Oslofjords entlang. Ein großes Handikap war die Tatsache, daß wir kein komplettes und aktuelles Verzeichnis der norwegischen Zeltplätze ergattern konnten. Mit Kind im Schlepptau fühlt man sich aber doch um Einiges sicherer, wenn man genau weiß, wo man abends sein Zelt aufschlagen kann. So war es immer ein wenig ein Rätselraten. Eine Karte sagte, am Punkt x gibt es einen Zeltplatz. Die andere Karte sagte, dort gibt es sogar zwei. Der Radwegführer sagte, dort gibt es weit und breit keinen. Und so war das Dilemma gleich am ersten Abend perfekt. Meine schwangere Frau war von den kräftezehrenden Hügeln gleich am ersten Tag ziemlich erledigt und im schönen Städtchen Dröbak haben wir glücklicherweise in der Touristeninfo nachgefragt, ob der 8km bergauf gelegene Zeltplatz auch wirklich existiert. Natürlich war er voriges Jahr geschlossen worden und so nahmen wir eine Ferienwohnung mit Blick über den Oslofjord, die mit 750 NOK nicht gerade geschenkt war, aber an die norwegischen Preise würden wir uns schon noch gewöhnen... Der Oslofjord wurde dann am nächsten Tag im häßlichen Stadtchen Moss Richtung Horten überquert. Die Anfahrt bis dorthin war jedoch schön. Wir folgten in den darauffolgenden Tagen der Schärenküste Südnorwegens weiter bis Stavern, wo wir einen Tag Pause einlegten. Das Wetter war die ganze Zeit sonnig und warm gewesen, sodaß Luise viel baden konnte. Die vielen Hügel der Schärenküste führten dazu, daß wir, um unsere Tochter nicht zu vergraulen immer nur ca. 30-40km am Tag gefahren sind. Dann wurde das Wetter schlecht und der Familienrat beschloß einstimmig, daß wir jetzt auch von der Küste weg fahren könnten. Baden ging sowieso nicht mehr. Luise war schon ganz gespannt, wie das Fjell aussieht, in dem Petterson zusammen mit Findus eigentlich zelten gehen wollte, dann aber von seinen Hühnern abgehalten wurde  Also fuhren wir den sehr schönen Numedals-Radweg entlang. Dieser verläuft auf einer kleineren Straße, die parallel zu einer viel befahrenen großen Straße von Larvik über Kongsberg nach Geilo führt. Insgesamt vielleicht etwas weniger bergig als die Schärenküste, verließ die Straße aber doch oft den Talgrund, um am Hang hochzuklettern, wieder abzufallen, an der anderen Talseite hochzuklettern usw... Das Wetter war sehr durchwachsen mit viel Regen. Der Fluß war Forellenreich und so gab es an ausgewiesenen Stellen viele Angler, auch auf den Zeltplätzen. Gleich zu Anfang haben wir eine fast 1000 Jahre alte Kirche besucht, in der gerade die Musik für eine Hochzeit geprobt wurde. Das hat auch Luise sehr beeindruckt. Kongsberg war ganz nett, aber nicht wirklich ein Highlight. Danach wurde es aber langsam richtig norwegisch, dummerweise auch wieder das Wetter. Wir hatten mal wieder DauerregenSo bestiegen wir dann in Veggli den Bus, um bis Geilo zu fahren. Dieser Abschnitt war landschaftlich spektakulär, wäre aber für meine schwangere Frau nicht zu machen gewesen. Die Straße stieg doch enorm an. Leider konnten weder Luise noch ich die Fahrt geniessen, weil uns die ganze Zeit speiübel war. Luise hat sich auf den 100km zigfach übergeben. In Geilo bezogen wir dann für vier Tage eine Zeltplatzhütte. Wir wollten die Gegend vor allem per pedes erkunden. Das taten wir dann auch. Wanderausrüstung hatte aber eigentlich nur Luise in Form von wasserdichten Halbschuhen dabei. Den Rucksack hatten wir im Auto in Kiel vergessen und mit Fahrradschuhen mit Schuhplatten kommt man im Hardangervidda nicht weit, insbesondere bei dem immer noch schlechten Wetter. Also mußten wir uns noch Schuhe und Rucksack kaufen. Die Tageshöchsttemperaturen hatten sich jetzt so bei 11-12 °C eingependelt und die Berge waren oft wolkenverhangen. Es regnete immer noch viel. Trotzdem unternahmen wir mehrer schöne Touren, wobei ich aber Luise doch des öfteren tragen mußte. Zur Belohnung gab es dann abends Pizza. Gleich bei unsere Ankunft in Geilo hatten wir uns Zugtickets für die Rückfahrt nach Oslo gekauft und so sind wir dann auch am 20. August mit dem Zug wieder nach Oslo gefahren, wo wir nochmals drei Nächte auf dem mir schon bekannten Ekeberg-Zeltplatz übernachtet haben. Dieser liegt auf einem Hügel und man hat von dort einen wunderschönen Blick auf die Stadt. In Oslo war es wieder sommerlich warm und sonnig, sodaß wir auch noch mal baden gehen konnten, wenngleich der Strand nicht so toll war. Besonders beeindruckt haben mich in Oslo zwei Dinge: Zum einen die Skulpturen im Vigelandpark mit ihren eher weichen irgendwie Frieden und Geborgenheit verströmenden Formen. Und zum anderen die Fram, das Schiff mit dem Nansen sich im Eis einfrieren ließ, um den Nordpol zu erreichen (das Schiff wurde extra dafür konstruiert, vom Eis nicht zerdrückt zu werden) und mit dem Amundsen zur Antarktis fuhr, um dann im Wettlauf mit Scott als erster den Südpol zu erreichen. Es ist originalgetreu erhalten und man kann es begehen. Und obwohl es von einem Haus überbaut ist, kann man sich gut in die Situation der Mannschaft wärend der dreijährigen Drift durch das Eis hineinversetzen. Zurück fuhren wir dann am 23./24. August mit der riesigen Color Fantasy. Ein recht neues Schiff, bei dem man innen mit aller Macht versucht hat, den Eindruck zu vermeiden, es könne sich tatsächlich um ein Schiff handeln. Warum man das tut, ist schwer zu begreifen, insbesondere, da sich die Erbauer als Thema für die Innenausstattung offenbar ein Einkauszentrum ausgedacht haben. Sehr anheimelnd... Aber beeindruckend war es natürlich trotzdem. Zusmmenfassend muß man sagen, daß man schon sicher sein sollte, daß seinem Kind Radtouren gefallen. Seine Geduld wird in Norwegen doch ab und zu mal auf eine gewisse Probe gestellt, wenn der Anstieg doch mal wieder etwas länger ist, als vorher angenommen, es jetzt dochschon wieder regnet oder der Zeltplatz doch nicht existiert und man noch 10 km weiter fahren muß (Viel weiter war es zum Glück nie.) Auch waren die Spielplätze auf den Zeltplätzen meist in keinm guten Zustand. Da waren wir von Dänemark irgendwie besseres gewohnt. Auch das Essen ist nicht besonders und enorm teuer. Aber die Landschaft wiegt natürlich alles bei Weitem auf. Auch aufgrund unserer inzwischen doch langjährigen Erfahrungen mit Radreisen mit Kind war die Tour dann doch ein voller Erfolg und Regen und Berge gehören in Norwegen ja auch irgendwie dazu. Fotos gibt es leider keine. Wir haben wieder Dias gemacht und besitzen immer noch keinen Diascanner. Das Benutzen Eurer Fantasie sollte aber beinahe ebenso schöne Bilder hervorbringen. Viele Grüße, Georg
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#370752 - 18.09.07 08:22
Re: Liebeserklärung ans herbstliche Elsass
[Re: ]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 3307
|
Hallo, schöne Tour- ich kenn sie andersherum und im Frühjahr. Jetzt haben wir auch noch nette Bilder dazu...Merci. LG Nat
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#370963 - 18.09.07 19:12
Re: Von der Ostalb durch den Südwesten
[Re: ]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 220
|
Gite d'etapes haben in Frankreich häufig ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, falls man sowas mag. Hotels sind problematisch in Frankreich, insbesondere wenn man alleine kommt.
Zu Italien: Ich war dieses Jahr eine Woche in Sardinien. Ich erinnere mich gerne an ein gutes Agriturismo und ein Familienhotel, ausserdem war ich zweimal in der Jugendherberge. Die Lage ist also in Italien auch nicht ganz aussichtslos, ich stimme aber zu, mit Hotels ist es in der Regel schwierig.
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#371054 - 18.09.07 23:55
Pässefahrt Schweiz Lombardei 2007
[Re: cyclist]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 26
|
Hallo zusammen, nachdem ich schon einige Jahre keine mehrtätige Tour mehr unternommen hatte, hat es mich dieses Jahr mal wieder gepackt ( auch aufgrund der Berichte hier im Forum...). Da ich mich recht kurzfistig entschlossen hatte waren die „Spielregeln“: 1. Start und Ziel in der Schweiz wegen einfachem Fahrradtransport per Bahn 2. leicht & schnell: Rennrad mit KlickFix Satteltasche für die schweren Sachen und Rucksack für die leichten 3. Unterkunft in Hotels 4.möglichst viel Pässe = Höhenmeter, jedoch ohne Extrem Etappen (soll ja schliesslich Urlaub sein...) Dank Infos im Internet wie http://www.alpenrennradtouren.de/ und http://www.quaeldich.de/ bin ich dann auf die Lombardei gekommen, die 9 Etappen im einzelnen waren: 87km, 1980hm Start in Landquart, Wolfgangpass , Davos, Flüelapass , Zernez Hotel am Bahnhof 55 CHF (Etagendusche & -WC, Frühstück) – empfehlenswert Den Wolfgangpass bin ich nur zwecks Komplettierung meiner schweizer Pässesammlung gefahren. Ansonsten gibt es auch keinen Grund ihn zu fahren, trotz abschnittsweise separater Streckenführung für die Radfahrer leidet man einfach unter dem höllischen Verkehr. Sehenswert ist die relativ neue Brücke der Umfahrung Klosters. Erst auf dem schönen Flüelapass stellt sich das richtige Pässegefühl ein – der Urlaub kann beginnen! 105km, 2718 hm Zernez, Ofenpass , Prad, Stilfser Joch , Bormio Hotel Dante 30 EUR ((Zi. mit Dusche & WC, Frühstück), in der Altstadt gelegen, von der Hauptstrasse aus gut ausgeschildert – empfehlenswert Vom Ofenpass war ich positiv überrascht: angenehm zu fahren, schöne Landschaft und beinahe hätte ich noch einen Hirsch mit Riesengeweih auf der Fahrbahn fotografiert wenn in diesem Moment nicht gerade ein Auto von hinten gekommen wäre. Zum bekannten Stilfser Joch brauche ich nichts sagen, einer der schönsten Pässe mit der elegantesten Streckenführung. Beeindruckend mit wie wenig Kunstbauwerken sich die Strasse unter Ausnutzung der Topographie nach oben windet. Auf der Passhöhe wie erwartet kalt und windig, die angekündigte Schlechtwetterfront hat aber nur auf der Nordseite der Alpen zugeschlagen, habe mich rechtzeitig in den Süden gerettet. 85km, 1586hm Bormio, Mazzo, Mortirolo , Pso.di Guspessa, Trivigno, Aprica, Edolo Eurohotel 60 EUR (Zi. mit Dusche & WC, Balkon, Frühstück) – war zu faul was billigeres zu suchen Als ob ich nicht schon genug Glück mit dem Wetter hätte bläst mich morgens ein starker Rückenwind das Addatal hinunter und erreiche ohne grössere Anstrengung teilweise 80km/h. Da die Hauptstrasse separat geführt wird ist nur wenig Verkehr unterwegs, weiter unten gelange ich sogar auf einen Radweg. Ab Mazzo ist dann Schluss mit lustig, hier beginnt der gefürchtete klassische Anstieg zum Mortirolo. Im Adamello Bike Arena Prospekt steht zu diesem Anstieg: „Der Aufstieg ist sehr anstrengend, mit furchtbaren Trakten, schon am Anfang.“ Furchtbare Trakte gehörte bisher nicht zu meinem Sprachgebrauch, aber das triffts recht gut ;-) 1300 Höhenmeter auf 12km mit kilometerlangen Durchschnittssteigungen konstant im Bereich 12-14% sprechen für sich. Die Strasse windet sich schmal durch den Wald, bis auf ein paar Autos und 2 Biker gab es keinen Verkehr. Ungefähr in der Mitte ist in einer Kehre ein Denkmal für Marco Pantini errichtet worden, der beinahe wie ein Heiliger verehrt wird. Die Skulptur sieht etwas morbid aus, was aber die Sache ja gut trifft. Während ich beim Anstieg noch furchtbar aufgrund der Steilheit geflucht habe, bin ich oben angekommen doch etwas enttäuscht, dass es so gut geklappt hat und ich mich nicht mehr quälen musste. Als Radfahrer zeichnet man sich ja vor allem dadurch aus erlittene Strapazen schnell ausblenden und vergessen zu können... Wenn man dann kurz nach der Passöhe Richtung Süden abzweigt folgt dann die Belohnung, auf einer nahezu ebenen Strasse fährt man kilometerlang den Bergrücken entlang, anschliessend eine sehr schöne Abfahrt über Trivigno nach Aprica. Achtung: den Abzweig nach Trivigno kann man leicht verfehlen da er nicht angeschrieben ist. Man darf an der entsprechenden Abzweigung nicht geradeaus bergab fahren, sondern muss den leicht ansteigenden Weg nach rechts nehmen. 79km, 1812hm Edolo, Malonno, Pso. Vivione , Azzone, Croce di Salven, Breno Hotel Giardino 35 EUR (Zi. mit Dusche & WC, Frühstück) Der Passo Vivione ist einer der schönsten Pässe die ich gefahren bin, er hat alles was einen idealen Pass für Radfahrer auszeichnet: kilometerlang schlängelt sich die schmale Strasse (minimal 2m !) mit angenehmer Steigung durch den Wald, Verkehr gibt es nahezu keinen, auf den letzten Höhenmetern wird die Landschaft dann alpin. Auf der einsamen Passhöhe ist man dann überrascht überhaupt ein Gasthaus zu finden, in dem man darüberhinaus noch leckere Pizzocheri essen kann. Auf der Abfahrt wird einem dann beinahe schwindelig aufgrund der zahlreichen Kurven und Kehren und anfangs grandioser Aussicht. Bei der Auffahrt ist mir übrigens folgende Panne passiert (die einzige auf der Tour): Da ein Baum quer über die Strasse gestürzt war musste ich das Rad durch unwegsames Gelände tragen. Dabei muss das Hinterrad so unglücklich auf einen spitzen Stein oder Dorn gestossen sein, dass es ein Loch gab. Beim Flicken tröste ich mich mit dem Gedanken, dass ich nun wohl zu einer exclusiven Gruppe von Radlern gehöre die sich einen Platten beim Fahrrad tragen geholt haben. 61km,1747hm Breno, Pso. Croce Domini , Idro See, Anfo Hotel al Lago 30 EUR (Etagendusche & -WC, Frühstück) Anfangs wenig spektakulär, führen die letzten paar km vor der Passhöhe des Croce Domini durch eine wirklich schöne Landschaft mit eigentümlichen Grashügeln. Oben zweigt auch ein Schotterweg direkt zum Manivapass ab, der aber für ein Rennrad nicht in Frage kommt. Stattdessen stürzt man sich anfangs durch zahlreiche Kehren ins Tal um dann später dem Flusslauf zu folgen. Neu geteerte Stücke wechseln sich mit schlechten Strassenabschnitten ab. Schöne Aussicht dann auf den Idrosee, der wie ein Gardasee in Minatur aussieht. 116km, 2387hm Anfo, Dosso Alto, Pso. Maniva , Pezzaze, Colle San Zeno , Iseo See, Sarnico, Clusone Hotel Punta del Est 46 EUR (Zi. mit Dusche & WC, Frühstück), direkt am See gelegen und Blick vom Zimmer auf Landungssteg - empfehlenswert Ein weiterer Höhepunkt: aufgrund eines Bergrutsches kurz vor dem Maniva Pass, ist der direkte Weg von Anfo aus seit ein paar Jahren für den motorisierten Verkehr nicht mehr durchgängig befahrbar. Als Radfahrer kann man jedoch das Rad problemlos über den Erdrutsch tragen. Und so geniesse ich eine 20km Passfahrt ohne jeglichen Verkehr, einmal kommen mir 2 Wanderer entgegen, das wars. Die Strasse ist in erstaunlich gutem Zustand, nur zwischendurch sind ca 1,5km nicht geteert. Beim Colle San Zeno macht dann vor allem der untere Bereich der Abfahrt richtig Spass, da erst frisch geteert wurde. Auf der Westseite des Lago Iseo war ich dann überrascht, dass sich der Verkehr in Grenzen hielt, dafür sehr viele Rennradfahrer, die Umrundung des Sees scheint eine beliebte Tour zu sein. 92km, 2092hm Clusone, Sarnico, Pso. San Fermo , Casazza, Pso. del Colle Gallo , Nembro, Selvino , San Pellegrino Hotel Moderno 40 EUR (Zi. mit Dusche & WC, Frühstück) Alle 3 Pässe waren gut zu fahren, allerdings war ich von den vorhergehenden Etappen dann doch etwas anderes gewohnt. Auf dem Passo del Colle Gallo steht die Kirche “Madonna dei Ciclisti”. Sehenswert sind die Glasfenster mit Radfahrermotiv und ein Raum mit Rennradfahrer “Devotionalien“ wie unterschrieben Trikots, Autogrammkarten und 2 Bianchirädern aus den frühen 80er Jahren, die mich an mein erstes Rennrad erinnert haben. 112km, 1806hm San Pellegrino, Piazza Brembana, Pso. San Marco , Morbegno, Menaggio Hotel Corona 61 EUR (Zi. mit Dusche & WC, Frühstück) Wer aufgrund des bekannten Mineralwassers einen mondänen Kurort erwartet, wird sich bei San Pellegrino getäuscht sehen. Beeindruckend fand ich aber das riesige leerstehende vor sich hin gammelnde Grand Hotel. Bis Piazza Bremabano konnte ich dann oft auf einer stillgelegten Bahnstrecke fahren, die zum Radweg ausgebaut wurde, sämtliche der zahlreichen Tunnels sind übrigens beleuchtet. Seltsamerweise zogen die zahlreichen italienischen Rennradfahrer alle die vielbefahrene Strasse vor. Obwohl keiner der grossen bekannten Pässe ist der Aufstieg zum Passo San Marco durchaus anspruchsvoll. Die rauschende lange Abfahrt entschädigt dann aber wieder für alle Anstrengungen. Da ich ins Tessin will muss ich am Comer See entlangfahren. Dort werde ich beinahe von einem Bus erdrückt der mich an einer unübersichtlichen Stelle extrem knapp überholt. Instinktiv bremse ich abrupt ab, halte an und lehne mich an die danebenführende Mauer, denn zum Absteigen hat es bereits keinen Platz mehr. Als dann noch Gegenverkehr auftaucht fährt der Bus noch knapper an die Mauer heran, den Abstand vorne schätze ich kleiner als 40cm = Lenkerbreite. Der Adrenalinkick treibt mich dann noch bis Menaggio, ein natürliches Doping auf das ich gerne verzichtet hätte. 84km, 1115hm Menaggio, Lugano, Tesserete, Monte Ceneri , Bellinzona Nach den Erfahrungen am Comer See war ich aufs Schlimmste vorbereitet, aber auf der Strecke nach Lugano war wenig Verkehr. Ich hatte mir dann zwar noch überlegt über den Gotthard heimzufahren, aber irgendwie konnte ich mich nicht mehr so recht motivieren und so habe ich in Bellinzona wieder den Bahnhof angesteuert. Gesamt: 821 km (91km/Tag), 17243 hm (1915 hm/Tag) Fazit: hat höllisch Spass gemacht und das ohne grossen Aufwand und Vorbereitung! Da das Wetter darüberhinaus noch die ganze Zeit über sensationell schön war bin ich wieder voll vom Radreisefieber infiziert 
|
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
#371078 - 19.09.07 02:01
Re: Pässefahrt Schweiz Lombardei 2007
[Re: Shimpagnolo]
|
Mitglied

abwesend
Beiträge: 6197
|
Ab Mazzo ist dann Schluss mit lustig, hier beginnt der gefürchtete klassische Anstieg zum Mortirolo.
Abweichend von dieser Giro-Route kann man kurz vor Grósio eine allerdings nur etwas leichtere Variante fahren. Landschaftlich geht es durch teils mystische Urwälder. Nach den Streckenbeschreibungen im Web die wohl schönere Variante - just diesen Sommer gefahren, allerdings direkt durch nach Édolo. Der Passo Vivione ist einer der schönsten Pässe die ich gefahren bin, er hat alles was einen idealen Pass für Radfahrer auszeichnet
Gratuliere! Komme zur selben Erkenntnis - ein genialer Pass. Empfehlung zudem: In Malonno sehr gute Bäckerei, die mit heimischen Kastinienmehl bäckt. Anfangs wenig spektakulär, führen die letzten paar km vor der Passhöhe des Croce Domini durch eine wirklich schöne Landschaft mit eigentümlichen Grashügeln. Oben zweigt auch ein Schotterweg direkt zum Manivapass ab, der aber für ein Rennrad nicht in Frage kommt.
Kann man so sehen. Mir kam ein Rennradler entgegen. Ich selbst bin mit Marathon-Racer (wenig Profil) unterwegs (gewesen - von Süden kommend). Fahrt teils sehr kritisch, aber ggf. auch mit Rennrad noch machbar. Die Reifen sind wohl weniger das Problem, eher das stete Rappeln und Rütteln und das entsprechend niedrige Tempo. Beim Colle San Zeno macht dann vor allem der untere Bereich der Abfahrt richtig Spass, da erst frisch geteert wurde.
Für Fahrer in umgekehrter Richtung der Hinweis: die Ostseite ist teils sehr schlecht asphaltiert, schwierige Lichtverhältnisse zudem bei Sonne durch Schattenspiel des Waldes. Pass verdient aber gerade hier ein besondere Würdigung. Obwohl keiner der grossen bekannten Pässe ist der Aufstieg zum Passo San Marco durchaus anspruchsvoll.
Bei Italienern schon bekannt, da auch Giro-Pass. Fand ihn nicht weniger schwer als Mortirolo. Nicht verpassen auf der Abfahrt: Flussskulpturenpark. Witzige Flusssteinfiguren. Nach den Erfahrungen am Comer See war ich aufs Schlimmste vorbereitet, aber auf der Strecke nach Lugano war wenig Verkehr.
Für alle, die am Luganer See unterwegs sind: diese Nordseite bietet die schönsten Seeblicke und pittoreske Orte wie San Mamete und Porlezza. Bin neidisch, dass du so gutes Wetter hattest. Musste selber im Casa San Marco fröstelnd meine Schuhe am Kachelofen trocknen - so war halt der Sommer.
|
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings! Matthias | |
|
Nach oben
|
Drucken
|
|
|