Albanien Mai 2006
Reisende:
Heinz (packard)
Jörg (Juwi)
Natalie (natash)
Michael (mgabri)

Dies wird nur eine Streckenbeschreibung mit einigen Kommentaren meinerseits. Etwas detaillierteres wird kommen, muß aber noch mit den Mitfahrern abgesprochen werden.
Es geht hier nur über den albanischen Teil der Tour.

1 Tag:
Grenzübertritt SCG->AL. Sukobin/Muriquan. ->Shkoder ->Juban ->Qursac ->Hajmel ->Kakarriq ->Lezhe ->Shengjin
Der erste Tag brachte zunächst keine Überraschungen. Waren wir am Vortag neugierig, was sich hinter der Grenze verbirgt, so folge nun die Ernüchterung. Es sah hinter der Grenze genau so aus wie davor. Keine Überraschung wie Anno Dazumal Ungarn-Rumänien ;-) Shkoder und Umgebung sind ziemlich abgerissen. Nach einigem durchfragen fanden wir auch "unsere" Straße. Die Straße zwischen Qursac ->Hajmel verließen wir dann, weil es leider eine Ansammlung von diversen Gesteinssorten war. Die Sand/Lehmpisten richtung Kakarriq waren eine Erholung...
2 Tag:
Shengjin ->Fushe ->Vore ->Durres ->RRogozhine ->(Pequin)
Zunächst gings auf der bestens geteerten Straße nach Fushe. Die Strecke ist allerdings ziemlich Öd. Schnurgerade, und Tankstelle - Autowäsche -Tankstelle -Autowäsche -Tankstelle -usw.
Nach Fushe bogen wir richtung Durres ab, da wir nicht unbedingt durch Tirana wollten. Die Straße hörte plötzlich auf. Nee, nicht ganz, denn auf einer Breite von etwa 30m suchte sich der Schwerlastverkehr die Lücken zwischen den Löchern nach Durres. Von der Straße waren hin und wieder mal ein paar Steine übrig und an einer Stelle gabs noch ...TATAAA... Asphalt. Diese Pracht zug sich über 15 km hin und dann: Eine Straßenbaustelle. Das war jetzt auch keine rechte Freude, denn die Straße wurde für alle enger und der Belag bestand aus losem Kies.
Irgendwann gabs dann wieder Teer und wir fuhren nach Durres rein. Abends schlugen wir unsere Zelte im Stadtwald von Pequin auf. Die 2 Jogger wünschten uns eine angenehme Nachtruhe...
3. Tag
Pequin ->Cerrik -> Lequeni i Banjes -> Gramsh -> (Mashan)
Gut ausgeruht ging es in den Tag. Leider verließen uns unsere Karten nach Cerrik, denn keine der Beiden konnte den Streckenverlauf nach Gramsh wiedergeben. Wir folgten den Tip, den wir morgens im Cafe von Einheimischen bekamen und fuhren direkt an den See. Und tatsächlich, es gab eine Straße. Zunächst nur Schotter, dann auch Teer, den Gramsh ist ja immerhin Bezirkshauptstadt. Das Panorama war Beeindruckend, rechts und geradeaus gabs einige sachneebedekte 2000-er. Hinter Gramsh hörte die geteerte Pracht wieder auf und auf bewährtem Schotter ging es stetig bergauf. Als ea dann zeit wurde okkupierten wir eine Kuhwiese ohne Kühe. Dort schlugen wir unsere Zelte auf.
4 Tag
Mashan ->Tresove ->Maliq ->Korce
Für mich der schönste Teil der Tour. Auf einem wild zerklüfteten Pfad ging es auf und ab in einer Schlucht. Die Landschaft war Gigantisch, die einzigsten anderen Verkehrsteilnemer waren Eselsreiter...
Kurz vor Maliq gabs dann wieder Teer, und die Zivilisation hatte uns wieder. Abends in Korce angekommen leisteten wir uns ein ...ähem... "Hotel".
5 Tag
Korce -> Erseke -> ?
Schöne Strecke, gesäumt von schneebedekten Bergen. Hinter Korce geht es nach ein paar Kilometern einen Pass hoch. dahinter folgen ein ständigen auf-und ab. Vor Leskovik zelteten wir im Wald.
6 Tag
Leskovik ->Permet ->Kelcyre
Weiter gings auf der Panoramastraße. Mittags badeten wir bei 30° im Schatten im Fluß Vjoses. Abends, hinter Kelcyre zelteten wir am Fluß auf einer Weide.
7 Tag.
Hier trennte sich Heinz von uns, da sein Zeitplan etwas knapp war und wir noch die Küstenstraße Vlore-Sarande fahren wollten.
Kelcyre -> Dragot ->Tepelene -> Ballsh? -> Pehkepi ?
Fragezeichen deshalb, weil meine Karte hinten und vorne nicht stimmt. Den genauen Streckenverlauf bekommt nur Jörg mit seiner Karte hin.
Da uns in Tepelene die "Hauptstraße" nach Vlore gründlichst abgeraten wurde folgten wir zuerst der geteerten Hauptstraße richtung Fier
Nach einem halben Tag bogen wir dann in eine Nebenstraße ein. Nach einigen Kilometern entdeckten wir ein aufgelassenes Lager...
Weiter der Straße nach ging es ohne großartig bergauf wieder zum Fluß Vjoses, der dort zum Teil gestaut wird. Das Wasser klar, der Sand weiß... egal, es war zu früh zum Zelten.
Nach einigen Kilometern am Fluß ging die "Straße" nach Vlore links ab. Eine Steinpiste grob in den Berg gehauen. Hinter dem Scheitel erwartete uns eine Überraschung: Ölförderung in Albanien. Jahrzehntealte Anlagen verbreiteten durch Gestank und gequietsche eine gespenstische Atmosphäre...
Irgendwo unten im Tal zelteten wir dann.
8 Tag
Vlore -> Orikum -> Q.e. Llogorase
Vlore erreichten wir mit der morgentlichen Rush-Hour. War kein Spaß, zumal die Straße dort repariert wurde. Nach einigen schnellen Kilometern legten wir uns für einige Stunden bei Orikum an den Strand. Eigentlich hatten wir vor, kurz hinter Orikum eine Unterkunft zu finden aber...Pustekuchen. Wir hörten zwar "noch 5 km" allerdings in jeden Dorf... (Wer vor dem Pass eine Unterkunft sucht findet sie *vor* Orikum). Im Hochtal des Passes, den wir eigentlich am nächsten Tag komplett angehen wollten angekommen nahmen wir uns eine Luxusherberge.
9 Tag
Q.e. Llogorase ->Gijlec ->Dhermi
Nach dem doch recht anstrengenden Anstieg am Vortag erwartete uns heut die Fortsetzung. Dummerweise mit Zuschauern. Es war Sonntag und es scheint üblich die Schulkinder in Busse zu Packen und durchs Land zu schicken. Eben 2 solcher Busladungen Schulkinder liefen den Pass hoch...
Nach der Passhöhe und einer rasanten Abfahrt ging es auf der holprigen Straße auf und ab. Mittags fuhren wir zu einem der Strände. Die Fahrerei beendeten wir recht früh, da ein gut geplegter Olivenhain lockte.
10 Tag
Vuno -> Himare -> Sarande
Vorbei an Vuno, einem recht hübschen Örtchen fuhren wir richtung Himare. Dort am Ortseingang trafen wir auf 4 bulgarische Reiseradler. Bei dem gehoppel ist einer der Frauen die hintere Bremse in alle Einzelteile zerfallen. Ein Unglück, denn bei *dem* Streckenverlauf darf sie jetzt den Berg hoch und runterschieben!
Abends erreichten wir Sarande und nahmen uns ein Zimmer. Wir waren die einzigsten Gäste auf 4 Etagen...
11 Tag
Ruhetag
12 Tag
Sarande ->Butrinti -> Konispol ->Skala
Nach einem ausgiebigen Frühstück in Sarande - Börek lach - fuhren wir nach Butrint. Dort angekommen waren wir mit die ersten. So konnten wir uns die Ruinen quasi alleine anschauen. Als wir durch waren, standen bereits 8 Reisebusse vor dem Tor.
Der Rest der Strecke war unspektakulär, bemerkenswert war, daß die Straße zur Grenze nirgends erwähnt wurde. Schild? Nö!
Da dann auch der Belag von Teer nach Schotter wechselte fuhren wir auf gut Glück weiter. Und tatsächlich: Es gab ihn, den Grenzübergang. Auf der albanischen Seite führte eine schmale Schotterpiste vorbei an einer Autowäsche zu 2 Bretterbuden und 2 Containern. Die waren gestiftet von der Eu und beherbergten die Zöllner. Nach einem kurzen Plausch fuhren wir nach Griechenland. Griechenland begann mit einer Asphaltstraße nach EU-Norm...
Der Rest ist eine andere Geschichte